Menü
Märkische Allgemeine | Ihre Zeitung aus Brandenburg
Anmelden
Wirtschaft Nach Explosion in Tianjin: VW weicht über Schanghai aus
Nachrichten Wirtschaft Nach Explosion in Tianjin: VW weicht über Schanghai aus
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
17:20 17.08.2015
Unter den zerstörten und beschädigten Autos in Tianjin waren rund 2700 VW-Importfahrzeuge der Typen Beetle und Touareg. Foto: Wu Hong
Anzeige
Wolfsburg/München

Angesichts des völlig zerstörten Hafens in der nordchinesischen Metropole Tianjin weicht der Volkswagen-Konzern bei seinem China-Umschlag über die Häfen von Schanghai und Guangzhou aus.

"Wir können das bisher problemlos auffangen", sagte ein VW-Sprecher in Wolfsburg. Europas Branchenprimus hatte zuvor bekanntgegeben, dass bei der Explosion in Tianjin rund 2700 Importfahrzeuge der Typen Beetle und Touareg beschädigt oder zerstört worden waren. Die Versicherungsbranche hat noch keinen genauen Überblick über die Schäden des verheerenden Explosionsunglücks.

VW unterhält in Tianjin ein Getriebewerk, das aber rund 20 Kilometer vom Explosionsort entfernt ist. "Die Produktion dort läuft normal weiter", sagte der Sprecher. Audi ist von der Explosion im Hafen nach eigenen Angaben nicht betroffen - BMW prüft noch. Tianjin ist ein wichtiger Umschlagplätze für Importfahrzeuge in China. Audi-Sprecherin Andrea Seltmann sagte am Montag, fünf Kilometer vom Unglücksort entfernt stünden Audis in einem Umschlag-Lager. Nach jetzigem Erkenntnisstand seien sie nicht beschädigt worden. BMW teilte mit, der Zustand der in einem Verteilzentrum stehenden BMW-Fahrzeuge sei noch unklar, weil die Gegend noch nicht zugänglich sei. Alle BMW-Angestellten seien in Sicherheit.

Europas größter Versicherer Allianz ist zwar von der Katastrophe betroffen, stellt sich aber bisher nur auf eine begrenzte Zahl von Schadenmeldungen ein. Auch größere finanzielle Forderungen würden derzeit nicht erwartet, erklärte das Unternehmen in München. Für genaue Einschätzungen sei es aber noch zu früh.

Die Schweizer Finanz-Nachrichtenagentur AWP hatte berichtet, dass die Explosionen ersten Schätzungen zufolge einen Schaden in Milliardenhöhe verursacht haben dürften. Dabei berief sich die Agentur auf einen Analysten der Credit Suisse, der Medienberichten zufolge den gesamten versicherten Schaden auf 1 bis 1,5 Milliarden Dollar bezifferte.

Der Rückversicherer Swiss Re und die Zurich Insurance Group erklärten, für Schätzungen sei es noch zu früh. Ähnlich äußerte sich auch der deutsche Rückversicherer Munich Re. Bei den Explosionen in der vergangenen Woche waren mehr als 100 Menschen ums Leben gekommen und giftige Chemikalien freigesetzt worden.

dpa

Brandenburg Vergleich der Betriebskosten - Kaum Entlastung für Brandenburgs Mieter

Die Märker werden in Sachen Betriebskosten immer tiefer in die Tasche greifen müssen. Im Durchschnitt zahlen die Brandenburger 2,23 Euro pro Monat und Quadratmeter. Der bundesweite Durchschnitt liegt darunter. Tendenziell steigen die Kosten unter anderem wegen des demografischen Wandels. Es gibt allerdings auch andere Zahlen.

20.08.2015

Der europäische Flugzeugbauer Airbus hat einen Rekordauftrag aus Indien und eine weitere Milliardenbestellung aus China erhalten. Die indische Billigfluglinie IndiGo bestätigte ihre Order von 250 Passagiermaschinen vom Typ A320neo, wie Airbus am Montag mitteilte.

17.08.2015

Die Entwicklung des deutschen Handwerks ist im vergangenen Jahr hinter dem gesamtwirtschaftlichen Wachstum zurückgeblieben. Einem gesamtwirtschaftlichen Plus von 3,4 Prozent habe 2014 ein Umsatzzuwachs von lediglich 2,4 Prozent beim sogenannten zulassungspflichtigen Handwerk gegenübergestanden, berichtete das Wirtschaftsforschungsinstitut RWI an Montag in Essen.

17.08.2015
Anzeige