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Nach Kauf von WMF: SEB-Gruppe plant keinen Stellenabbau

Konsumgüter Nach Kauf von WMF: SEB-Gruppe plant keinen Stellenabbau

Die schwäbische Traditionsfirma WMF soll französisch werden. Die Verträge mit dem Konzern SEB sind schon unter Dach und Fach. Nur die Kartellbehörden müssen noch zustimmen.

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Der schwäbische Kaffeemaschinen-, Topf- Besteck- und Küchengerätehersteller WMF war in Turbulenzen geraten und hatte sich ein striktes Sparprogramm auferlegt.

Quelle: Marijan Murat

Brüssel. Der französische Konzern SEB will den Küchengerätehersteller WMF übernehmen. Eine entsprechende Vereinbarung sei unterzeichnet worden, teilte das französische Unternehmen mit.

SEB hat zunächst keine Pläne für einen größeren Stellenabbau. "Es gibt heute keine größeren Dopplungen", sagte SEB-Chef Thierry de La Tour d'Artaise in einer Telefonkonferenz mit Blick auf die Fabriken der Unternehmen. Derzeit gebe es "weder bestimmte Vorhaben noch Ideen zu tiefgreifenden Veränderungen". Eine klare Zusage, alle Unternehmensteile und die Jobs in Deutschland beizubehalten, gab er allerdings nicht. Solche Verpflichtungen sei man noch nie eingegangen - weder in Frankreich noch anderswo, sagte der Franzose.

Der französische Konzern habe sich mit den Finanzinvestoren Kohlberg Kravis Roberts (KKR) geeinigt. Der Wert der Transaktion belaufe sich auf insgesamt mehr als 1,5 Milliarden Eurol, hieß es von SEB. Die Wettbewerbsbehörden müssen dem Deal noch zustimmen. SEB rechnet mit einer Zustimmung im zweiten Halbjahr 2016. WMF war zunächst nicht zu erreichen.

SEB bezeichnet sich selbst als Weltmarktführer für kleine Haushalts-Ausstattung. Das französische Unternehmen - dessen Vorläufer 1857 im Burgund gegründet wurde - ist in fast 150 Ländern präsent. Zum Konzern gehören Marken wie Krups, Tefal und Moulinex.

Erst in der vergangenen Woche hatte SEB den Thermoskannen-Hersteller Emsa geschluckt. Mit der Übernahme von WMF wollen die Franzosen nach eigenen Angaben unter anderem Weltmarktführer bei gewerblichen Kaffeemaschinen werden.

Wegen der Übernahme durch die Finanzinvestoren KKR und Fiba hatte sich WMF im März 2015 von der Börse verabschiedet. Der schwäbische Kaffeemaschinen-, Topf- Besteck- und Küchengerätehersteller war zuvor in Turbulenzen geraten und hatte sich ein striktes Sparprogramm auferlegt. Insgesamt 400 Stellen wurden abgebaut, das Sortiment gestrafft, einzelne Marken abgestoßen, wenn sie sich gegenseitig Konkurrenz machten.

Im vergangenen Jahr machte SEB nach eigenen Angaben mit 26 000 Mitarbeitern einen Umsatz von 4,8 Mrd Euro, der Gewinn unterm Strich lag bei 206 Millionen Euro. Der Umsatz von WMF stieg 2015 nach vorläufigen Zahlen um 4 Prozent auf 1,061 Milliarden Euro. Angaben zum Gewinn machte WMF nicht.

dpa

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