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Niedrigste Arbeitslosigkeit seit 25 Jahren

Arbeitsmarkt in Brandenburg Niedrigste Arbeitslosigkeit seit 25 Jahren

Im Jahresdurchschnitt 2015 waren 114 900 Frauen und Männer erwerbslos gemeldet. Das entspricht einer Quote von 8,7 Prozent. Sozialministerin Diana Golze schätzt die Aussichten für das neue Jahr als gut ein. Die große Herausforderung sei die Integration von Langzeitarbeitslosen und Flüchtlingen in den Arbeitsmarkt.

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„Brandenburg steht hervorragend da“: Christian Amsinck, Hauptgeschäftsführer der Unternehmensverbände Berlin-Brandenburg .

Quelle: dpa

Berlin. Rekordwert in Brandenburg: Die Arbeitslosigkeit ist 2015 auf das niedrigste Niveau seit der Wiedervereinigung gesunken. Im Jahresdurchschnitt waren 114 900 Frauen und Männer erwerbslos gemeldet, das entspricht einer Quote von 8,7 Prozent, wie die regionale Arbeitsagentur am Dienstag mitteilte. Im Jahr zuvor lag sie bei 9,4 Prozent.

Die gute Konjunktur habe sich besonders auf Einstellungen von Unternehmen im Berliner Umland positiv ausgewirkt, sagte die Geschäftsführerin der Agentur, Jutta Cordt. Auch der weiterhin anhaltende Wegzug von Menschen aus Brandenburg führe zu einer niedrigeren Erwerbsquote. Die Zahl der Langzeitarbeitslosen, vor allem Ältere, nehme allerdings kontinuierlich zu: 42 Prozent aller Erwerbslosen seien seit mehr als einem Jahr ohne Arbeit.

Die große Zahl ankommender Flüchtlinge wird sich in diesem Jahr bei den Arbeitsagenturen voraussichtlich nur relativ schwach bemerkbar machen. In Brandenburg dürften 2016 rund 4000 Flüchtlinge in der Arbeitslosenstatistik auftauchen, sagte Holger Seibert vom agentureigenen Forschungsinstitut IAB. Die Prognose geht für dieses Jahr von einer stabilen Arbeitslosenzahl aus. Die Zahl der sozialversicherungspflichtigen Beschäftigten dürfte hingegen um gut 12 000 oder 1,5 Prozent auf rund 816 000 steigen.

Arbeits- und Sozialministerin Diana Golze (Linke) sagte, die Aussichten für den Arbeitsmarkt im neuen Jahr seien gut. Zu den großen Herausforderungen zähle die Integration von Langzeitarbeitslosen und Flüchtlingen in den Arbeitsmarkt. Golze hob hervor, dass es beim gesetzlichen Mindestlohn keine Einschnitte geben dürfe. „Der Mindestlohn gilt für alle“, sagte die Ministerin. Aus ihrer Sicht ist die Einführung des gesetzlichen Mindestlohns von 8,50 Euro ist gelungen. „Allen Unkenrufen von Arbeitgebern und Ökonomen zum Trotz gab es im vergangenen Jahr keine Arbeitsplatzvernichtung.“

Brandenburg hat nach Ansicht von Christian Amsinck, Hauptgeschäftsführer der Unternehmensverbände Berlin-Brandenburg (UVB), im vergangenen Jahr vor allem beim Abbau der Jugend-Arbeitslosigkeit gepunktet. Brandenburg stehe insgesamt im Vergleich der ostdeutschen Länder hervorragend da. Jetzt müssten aber Behörden, Politik und Unternehmen gemeinsame Anstrengung unternehmen, um möglichst viele der Geflüchteten mit einer guten Bleibeperspektive für eine Beschäftigung zu qualifizieren, betonte Amsinck.

Im Monat Dezember stieg die Arbeitslosenquote im Vergleich zu November um 0,2 Punkte auf 8,3 Prozent. Die Zahl der registrierten Arbeitslosen erhöhte sich um 3274 auf 110 137. Das waren jedoch 8159 weniger als vor einem Jahr. Nach den Daten der Arbeitsagentur landete Brandenburg im Dezember unter den 16 Bundesländern auf Platz 12.

Cordt sprach von einem saisontypischen Zuwachs der Arbeitslosigkeit, bedingt durch die geringe Nachfrage nach Arbeitskräften auf dem Bau und in der Landwirtschaft.

Von Igor Göldner

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