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Nur Fördermittel bei artgerechter Haltung

Grüne wollen Ställe dichtmachen Nur Fördermittel bei artgerechter Haltung

Ein Ende der Förderung von Großställen in Geflügelbetrieben haben die oppositionellen Grünen im Brandenburger Landtag gefordert. Deren agrarpolitischer Sprecher, Benjamin Raschke, tritt dafür ein, dass künftig nur noch Tierhaltungsbetriebe Mittel erhalten, die auch eine artgerechte Haltung nachweisen. Geflügelmastanlagen stehen bundesweit unter Kritik.

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Viele Geflügelmastbetriebe stehen in der Kritik.

Quelle: DPA

Potsdam/Gühlen. Die oppositionellen Grünen im Brandenburger Landtag haben ein Ende der Förderung von Großställen in Geflügelbetrieben gefordert. „Künftig sollten nur noch Tierhaltungsbetriebe Mittel erhalten, die eine artgerechte Haltung nachweisen“, sagte der agrarpolitische Sprecher, Benjamin Raschke, am Donnerstag. Agrarminister Vogelsänger mache jedoch das Gegenteil. Er wolle jetzt auch Ställe fördern, die über niedrigere Tierwohlstandards verfügten als bisher vorgeschrieben, so Raschke. Geflügelmastanlagen stehen bundesweit in der Kritik.

Auch Bio-Betriebe verfügten in Brandenburg über große Anlagen, hieß es aus dem Agrarministerium. Es gebe 18 solcher Betriebe mit je mehr als 3000 Legehennenplätzen. Es würde wieder mehr Geflügel gehalten, jedoch „zu weit besseren Bedingungen als noch vor wenigen Jahren“, sagte Vogelsänger (SPD), der am Donnerstag einen Putenbetrieb in Gühlen (Ostprignitz-Ruppin) besuchte. Jedes zehnte Ei aus Brandenburg werde in einem anerkannten Bio-Betrieb gelegt.

In der Geflügelhaltung stieg die Anzahl der Tierplätze in Brandenburg zwischen 1992 und 2012 um fast 75 Prozent auf etwa 11,8 Millionen, wie aus der Antwort der Landesregierung auf eine Anfrage der Grünen hervorgeht. Der Anteil der Bio-Haltung betrage beim Geflügel nur vier Prozent, kritisierte Raschke. Allein in den letzten sechs Monaten des vergangenen Jahres seien mehr als sechs Tonnen antibiotikahaltige Arzneimittel an Masthühner und Mastputen in Brandenburg verabreicht worden, rügte der Grünen-Politiker.

Die Landkreise mit den höchsten Tierplatzzahlen sind Spree-Neiße, Dahme-Spreewald und Oder-Spree. Allein in Spree-Neiße werden laut Landesamt für Umwelt und Verbraucherschutz etwa 1,9 Millionen Legehennen gehalten, in Dahme-Spreewald sind es 1,5 Millionen und in Oder-Spree gut 700 000. Im gesamten Land sind es derzeit 5,2 Millionen Legehennen, 5,9 Millionen Hähnchen, knapp 829 000 Enten und 837 000 Puten.

Im Genehmigungsverfahren befinden sich weitere Hähnchenmastanlagen zum Beispiel in Beeskow (Oder-Spree) für 200 000 Tiere und in Strausberg (Märkisch-Oderland) für 150 000 Tiere. Insgesamt sind landesweit Anlagen mit 900 000 Plätzen neu beantragt.

Von Volkmar Krause

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