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Wirtschaft Ölpreisverfall lässt BASF-Gewinn einbrechen
Nachrichten Wirtschaft Ölpreisverfall lässt BASF-Gewinn einbrechen
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13:44 27.01.2016
BASF erwartet, dass die Öl- und Gaspreise im Jahr 2016 auf einem niedrigen Niveau bleiben werden. Quelle: Uwe Anspach
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Ludwigshafen

Der Preisverfall bei Öl und Gas sorgt beim Chemieriesen BASF für einen massiven Gewinneinbruch und düstere Zukunftsaussichten.

Im vergangenen Jahr sank der operative Gewinn ersten Berechnungen zufolge um mehr als eine Milliarde Euro auf 6,2 Milliarden Euro, teilte der Dax-Konzern am Mittwoch in Ludwigshafen mit.

Dabei belasteten vor allem hohe Wertberichtigungen im Öl- und Gasgeschäft in Höhe von 600 Millionen Euro das Ergebnis. Auch für 2016 rechnet der weltgrößte Chemiekonzern mit niedrigen Öl- und Gaspreisen.

Von der Entwicklung sind die Ludwigshafener doppelt betroffen. Niedrige Preise belasten neben der Öl- und Gastochter Wintershall auch das Geschäft mit Chemikalien. Vor allem die Gewinnmargen bei Petrochemikalien sind geringer.

Die Grundstoffe für die Herstellung etwa von Kunststoffen, Arzneimitteln, Farbstoffen und Waschmitteln können zwar günstiger hergestellt werden, wenn Erdöl und Erdgas billig zu haben sind. Aber die niedrigeren Einkaufpreise müssen Chemieunternehmen in der Regel an die Kunden weitergeben.

Der Konzernumsatz sank 2015 den vorläufigen Zahlen zufolge um 5 Prozent auf 70,4 Milliarden Euro. Das Unternehmen begründete dies vor allem mit dem Tausch milliardenschwerer Geschäftsanteile mit dem russischen Energieriesen Gazprom. Die vollständige Bilanz für 2015 will BASF am 26. Februar präsentieren.

Bereits Ende Oktober hatte BASF unter anderem wegen des Ölpreisverfalls seine Jahresziele erneut gekappt. Damals war erwartet worden, dass der Umsatz im Vergleich zu 2014 (74,33 Mrd Euro) leicht sinkt und das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (Ebit) sowie Sondereinflüssen leicht fällt.

Die BASF-Aktie gab am Mittwoch nach Veröffentlichung der Zahlen deutlich nach und gehörte zu den größten Verlieren im Dax. Seit ihrem Anfang April 2015 markierten Rekordhoch bei 97,22 Euro hat die BASF inzwischen rund 38 Prozent ihrer Marktkapitalisierung eingebüßt.

dpa

Die Bundesbank hat im vergangenen Jahr weitere 210 Tonnen Gold aus ihren Beständen in New York und Paris nach Frankfurt geholt. Damit kommt die Notenbank ihrem Ziel näher, bis 2020 mehr als die Hälfte des deutschen Goldbestandes von derzeit 3381 Tonnen in heimischen Tresoren zu lagern.

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