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Wirtschaft Oetker-Gruppe will 2015 durch Zukäufe stark zulegen
Nachrichten Wirtschaft Oetker-Gruppe will 2015 durch Zukäufe stark zulegen
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14:08 16.06.2015
Lebensmittelprodukte der Dr. Oetker-Gruppe. Quelle: Friso Gentsch/Illustration
Bielefeld

Auf welche Unternehmen oder Marken Oetker es abgesehen hat, verrieten die Gesellschafter nicht. Nur soviel: "Wahrscheinlich wird es nicht in der Schifffahrt sein", sagte Christmann.

Oetkers Interesse daran, seine Marktposition im In- wie im Ausland durch Zukäufe auszubauen, lässt sich mit einer ins Stocken geratenen Umsatzentwicklung erklären. 2014 konnte die Gruppe ihre Erlöse nur um 0,8 Prozent auf 10,9 Milliarden Euro steigern. Zu Gewinnzahlen macht das Familienunternehmen traditionell keine Angaben.

Negativ zu Buche schlug vor allem ein schlechtes Geschäft in der Schifffahrt, die in der Oetker-Gruppe für knapp die Hälfte der Erlöse steht: Die Reederei-Tochter Hamburg Süd fuhr aufgrund fallender Frachtraten und hohen Kostendrucks ein Umsatzminus von 1,3 ein (Umsatz 2014: 5,1 Milliarden Euro).

Im Bereich Nahrungsmittel steigerte Oetker den Erlös leicht auf 2,6 Milliarden Euro (Vorjahr: 2,5 Milliarden). Ein guter Sommer und die Fußball-WM bescherten der Getränke-Tochter Radeberger ein Umsatzplus von 4,7 Prozent auf 1,9 Milliarden Euro.

Konzernchef Richard Oetker betonte, er sei zufrieden mit den Zahlen - "auch wenn es ruhig noch etwas besser hätte sein können". Es sei genug, um das Geschäft auf eine solide und vernünftige Basis zu stellen. So investierte Oetker 2014 rund 667 Millionen Euro.

"Alle unsere Unternehmungen aber verspüren, dass organisches Wachstum nur in begrenztem Rahmen möglich ist", sagte er. Für ein deutlicheres Plus wolle man daher weiterhin nach geeigneten Übernahme-Kandidaten Ausschau halten.

Ende März hatte die Hamburger Reederei-Tochter Hamburg Süd das Container-Liniengeschäft eines chilenischen Konkurrenten übernommen. Außerdem erwartet Oetker bis zu diesem Freitag die Freigabe der europäischen Wettbewerbshüter für die Übernahme der Konditorei Coppenrath & Wiese.

dpa

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