Menü
Märkische Allgemeine | Ihre Zeitung aus Brandenburg
Anmelden
Wirtschaft Pflanzengifte im Tee nachgewiesen
Nachrichten Wirtschaft Pflanzengifte im Tee nachgewiesen
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
11:00 11.02.2018
Kräuter- und Kamillentees sind teilweise mit gesundheitsschädlichen Pflanzengiften verunreinigt. Quelle: dpa
Anzeige
Hamburg

Bei einer Laboranalyse wurden in sechs von dreizehn gängigen Kräuter- und Kamillentees aus Supermärkten und Discountern in einer Stichprobe sogenannte Pyrrolizidinalkaloide (PA) entdeckt. Diese können zu Leberschädigungen und Leberkrebs führen.

„Es besteht die Möglichkeit, dass geringste Mengen ausreichen, um Krebs zu verursachen“, so Prof. Edmund Maser vom Institut für Toxikologie der Universität Kiel. Er fordert, dass jegliche Lebensmittel - so auch Tees - frei von PA sein sollten. Die Gifte sind in Unkraut enthalten, das zwischen den Teekräutern wächst und mit der Ernte in den Tee gelangen kann.

Fehlender gesetzlicher PA-Grenzwert

Zwar gibt es keinen gesetzlich vorgeschriebenen Grenzwert für PA in Lebensmitteln. Das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) hat jedoch eine Höchstaufnahmemenge errechnet. Diese liegt bei einem 70 kg schweren Erwachsenen bei 0,49 Mikrogramm pro Tag. Bei den Untersuchungen für Markt hat das Labor Werte von bis zu 1,7 Mikrogramm PA pro Liter gemessen. Mit einer großen Tasse Tee hätte man die Höchstaufnahmemenge danach schon erreicht.

Konfrontiert mit den Ergebnissen reagierten die betroffenen Unternehmen unterschiedlich. Einige verwiesen auf den fehlenden gesetzlichen Grenzwert, andere teilten mit, sie verfolgten bereits ein Minimierungskonzept bei ihren Tees.

Der Norddeutsche Rundfunk behandelt das Thema in seinem Verbrauchermagazin „Markt“ am Montag, 12. Februar um 20:15 Uhr.

Von RND/krö/NDR

Technische Probleme bei den Triebwerken der Zulieferer-Firma Pratt & Whitney sorgen bei Airbus für Ärger und verzögern die Auslieferung des gefragten Mittelstreckenjets A320neo. Die gelieferten Triebwerke müssen nun genauer untersucht werden.

09.02.2018

Sechs Jahre lang hat die Münchner Staatsanwaltschaft gegen den Luftfahrt- und Rüstungskonzern Airbus ermittelt. Wegen fahrlässiger Aufsichtsverletzungen muss das Unternehmen nun 81 Millionen Euro Bußgeld zahlen. Einen Fluss von Schmiergeldern konnte die Staatsanwaltschaft hingegen nicht nachweisen.

09.02.2018
Wirtschaft Werk in Bremen-Huchting - Bosch streicht Hunderte Stellen

Der Autozulieferer Bosch will bei seinem Werk in Bremen-Huchting einen Großteil der Stellen streichen. Bis 2020 würden 240 Arbeitsplätze im Bosch Automotive Steering-Werk wegfallen, erklärte eine Firmensprecherin.

09.02.2018
Anzeige