Menü
Märkische Allgemeine | Ihre Zeitung aus Brandenburg
Anmelden
Wirtschaft Post-Chef attackiert Verdi vor 6. Tarifrunde
Nachrichten Wirtschaft Post-Chef attackiert Verdi vor 6. Tarifrunde
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
13:33 31.05.2015
Anzeige
Berlin/Bonn

n. "Die Beschäftigten werden gemobbt, es wird Angst geschürt, damit sie sich hinter der Gewerkschaft versammeln", sagte der Post-Vorstandschef der "Welt am Sonntag".

Hintergrund des Tarifkonflikts ist neben dem Streit um Arbeitszeiten und Gehälter für die etwa 140 000 Post-Angestellten vor allem der Aufbau von 49 regionalen Gesellschaften für die Paketzustellung. Dort arbeiten nach Angaben der Post schon mehr als 6000 Menschen. Bezahlt werden sie nicht nach dem Haustarif des Konzerns, sondern nach dem in der Regel niedrigeren Tarif des Speditions- und Logistikgewerbes.

Die Stimmung wird dabei immer gereizter. Anfang Mai hatte Verdi der Post vorgeworfen, Vorgesetzte würden Streikteilnehmer einschüchtern. Appel entgegnete nun umgekehrt mit Blick auf die Gewerkschaft: "Es wird mit Rufschädigung und Diffamierung gearbeitet." Der Post-Chef verteidigte die Ausgliederung: Wettbewerber des Bonner Unternehmens zahlten viel geringere Stundenlöhne. "Wir können die Einkommen der Vergangenheit nicht länger für die Zukunft versprechen", sagte Appel.

Derweil gingen die Warnstreiks vor der Fortsetzung der Tarifgespräche weiter. Nachdem am Freitag bundesweit mehrere tausend Beschäftigte ihre Arbeit niedergelegt hatten und laut Post Hunderttausende Pakete sowie Millionen Briefe ihre Empfänger erst später erreichen sollten, traten Verdi zufolge am Samstag rund 5000 Kollegen in den Ausstand.

Nur in Berlin, Brandenburg und Bayern habe es eine Pause gegeben. Die Gewerkschaft verlangt 5,5 Prozent mehr Geld und eine Verkürzung der Wochenarbeitszeit um 2,5 auf 36 Stunden bei vollem Lohnausgleich.

dpa

Fünf Monate nach Einführung des Mindestlohnes spricht der Würzburger Ökonom Peter Bofinger von einer Erfolgsgeschichte. "Man sieht allenfalls minimale Brandspuren im Bereich der Minijobs, wo wir eine gewisse Abnahme haben", sagte der Wirtschaftsweise der Deutschen Presse-Agentur.

31.05.2015

Verdi-Chef Frank Bsirske rechnet bei den Tarifverhandlungen für Erzieher und Sozialarbeiter im öffentlichen Dienst am Montag mit einer Annäherung zwischen Gewerkschaften und Arbeitgebern.

31.05.2015

Nach wachsender Skepsis bei Arbeitsmarktforschern gehen nun auch Volkswirte deutscher Großbanken nur noch von einer geringen Dynamik auf dem deutschen Arbeitsmarkt aus.

30.05.2015
Anzeige