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Post will nach Streik schnell Normalbetrieb

Tarife Post will nach Streik schnell Normalbetrieb

Nach dem Ende des rund vierwöchigen Dauerstreiks bei der Deutschen Post setzt das Unternehmen alles daran, die entstandenen Brief- und Paketberge möglichst schnell wieder abzuarbeiten.

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Ein Briefträger der Deutschen Post trägt in Hannover Briefe aus. Der Poststreik ging in der Nacht zu Ende.

Quelle: Susann Prautsch

Bonn. Dabei geht es um Millionen nicht zugestellter Sendungen.

Wie bei anderen saisonalen Spitzenbelastungen auch setze man nun Aushilfen ein, um die Rückstände möglichst schnell aufzuholen, hieß es. "Das ist quasi wie Weihnachten", sagte ein Post-Sprecher in Bonn. Zusätzlich seien Paketbezirke verkleinert und die Laufzeiten der automatischen Sortiermaschinen verlängert worden.

Die Post rechnet in vielen Regionen mit der Aufarbeitung der Rückstände innerhalb weniger Tage. In besonders hart vom Streik betroffenen Gebieten etwa in Hamburg, Berlin, Nürnberg oder Düsseldorf könnte es aber länger dauern. Nach Einschätzung der Gewerkschaft Verdi könnte sich vor allem die Aufarbeitung des Paketstaus einige Wochen hinziehen. Dort sei es in einigen Bereichen zu erheblichen Rückständen gekommen, sagte ein Sprecher.

Während die Post das Kapitel Streik nach der Tarifeinigung vom vergangenen Wochenende schließen kann, setzte es von den Wettbewerbshütern eine schallende Ohrfeige. Das Bundeskartellamt wirft dem Konzern vor, in der Vergangenheit seine marktbeherrschende Stellung im Bereich Briefdienstleistungen missbräuchlich ausgenutzt und dadurch Wettbewerber behindert zu haben. Das teilte das Bundeskartellamt zum Abschluss eines Missbrauchsverfahrens mit.

Die Post habe mit Großkunden Briefpreise und Treuerabatte vereinbart, die es anderen Briefdienstleistern unmöglich machten, ein wettbewerbsfähiges Angebot zu unterbreiten. Mittlerweile habe das Unternehmen die kritisierten Maßnahmen jedoch eingestellt. Im Laufe des Verfahrens hatte das Bundeskartellamt zuvor eine Abmahnung gegen das Unternehmen ausgesprochen. Ein Bußgeld wurde nicht verhängt.

Der Bundesverband Briefdienste begrüßte die Entscheidung. "Das Bundeskartellamt hat dem wettbewerbsbehindernden Preisdumping der Deutschen Post einen weiteren Riegel vorgeschoben", sagte Verbandschef Walther Otremba laut Mitteilung.

Ein Post-Sprecher kündigte an, das Unternehmen werde eine mögliche Beschwerde beim Oberlandesgericht Düsseldorf prüfen. Der Konzern habe seine Geschäftsprozesse inzwischen umgestellt, die beanstandeten Fälle stammten aus der Zeit bis Ende 2013. Grundsätzlich bestreite das Unternehmen jedoch die Vorwürfe.

dpa

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