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ProSiebenSat.1 wird vor erwartetem Dax-Aufstieg mutiger

Medien ProSiebenSat.1 wird vor erwartetem Dax-Aufstieg mutiger

Die Fernsehwerbung läuft gut, das Digitalgeschäft noch besser - die Senderkette ProSiebenSat.1 erfreut die Börse und hofft jetzt auf einen großen Sprung.

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Zentrale von ProSiebenSat.1 in Unterföhring bei München: Der Medienkonzern rechnet für 2016 beim Umsatz mit einem Plus von mindestens 10 Prozent.

Quelle: Andreas Gebert/Archiv

München. Der Medienkonzern ProSiebenSat.1 nimmt mit starken Zahlen und einem mutigen Ausblick Kurs auf einen Aufstieg in den Dax.

Vor allem das erste Quartal werde einen kräftigen Schub bringen, sagte Konzernchef Thomas Ebeling. Ostern fällt in diesem Jahr bereits in den März und zu den Feiertagen steigen gewöhnlich die TV-Werbeeinnahmen.

Im vergangenen Jahr konnten sich die Münchner einmal mehr auf ihr Digitalgeschäft verlassen. Das kräftige Wachstum im Geschäft mit Internetportalen und Online-Shops ließ den Konzernumsatz um 13 Prozent auf 3,26 Milliarden Euro klettern. Der Betriebsgewinn stieg auf 926 Millionen. Unter dem Strich blieben 391 Millionen Euro Gewinn übrig - 4,6 Prozent mehr als im Jahr zuvor.

Den Löwenanteil beim Umsatz und mehr noch beim Gewinn bringt weiter die Fernsehwerbung ein, die dank der guten Konjunktur in Deutschland ordentlich zulegte. Die Digitalsparte wuchs viel stärker, auch dank der Beteiligung am Vergleichsportal Verivox und anderen Zukäufen.

Die Dividende soll um 12 Prozent auf 1,80 Euro je Aktie steigen. Für das laufende Jahr stellte Vorstandschef Ebeling einen Umsatzzuwachs von mindestens 10 Prozent in Aussicht. Auch beim operativen Gewinn rechnet er mit einem Plus. An der Börse kam das am Donnerstag gut an - die Aktie legte zu und steuert auf ihr Rekordhoch von Ende 2015 zu.

Der Börsenwert des TV-Senders betrug zuletzt knapp 10,5 Milliarden Euro. Damit ist ProSiebenSat.1 ein heißer Kandidat für den Dax. Es gilt als wahrscheinlich, dass die Münchner im März für den Dünger- und Salzhersteller K+S in die erste Börsenliga aufsteigen. Die Entscheidung darüber fällt kommenden Donnerstag (3. März).

Den Vorstand stockt der Konzern um einen Posten auf. Jan Frouman soll vom ersten März an das TV- und Produktionsgeschäft leiten. Konzernchef Thomas Ebeling hatte sich auf Vorstandsebene bislang um die Themen gekümmert.

dpa

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