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Puma im Abwärtssog

Sportartikel Puma im Abwärtssog

Der Sportartikelhersteller Puma kommt auf keinen grünen Zweig: Auch im zweiten Quartal ging der Umsatz deutlich zurück, der Gewinn brach gar um ein gutes Drittel ein.

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Puma ist die weltweite Nummer drei der Branche und hatte zuletzt Kunden an die beiden großen Konkurrenten Nike und Adidas verloren.

Quelle: Daniel Karmann

Herzogenaurach. Aus Sicht von Finanzchef Michael Lämmermann hat die seit längerem strauchelnde Nummer 3 der Branche zwar "einen guten Teil des Schlimmsten" bereits hinter sich. "Wir sehen aber auch, dass die zweite Jahreshälfte für uns sehr herausfordernd wird", sagte Lämmermann in Herzogenaurach. Immerhin sind nun alle Vakanzen im Top-Management wieder besetzt: Als letztes hat Anfang Juli der Norweger Björn Gulden seinen Posten als Firmenchef angetreten.

Gulden wird den eingeschlagenen Weg aus Umstrukturierung, Kosteneinsparung und Effizienzsteigerung wohl nicht grundlegend verlassen. Das Programm geht noch auf seinen Vorgänger Franz Koch zurück, der damit in seiner nicht einmal zweijährigen Amtszeit die negative Entwicklung zu bekämpfen versuchte.

Im ersten Halbjahr 2013 gingen die Erlöse des MDax-Unternehmens dennoch um 6,3 Prozent auf 1,47 Milliarden Euro zurück. Vor allem das Geschäft in Asien und Europa schwächelte. Das operative Ergebnis (EBIT) sank um rund 26 Prozent auf 110,1 Millionen Euro, der Gewinn brach um knapp ein Drittel auf 67,8 Millionen Euro ein. Die Börse reagierte enttäuscht; das Papier sank bis zum Mittag um 2,3 Prozent auf 212,05 Euro.

Umsatzrückgänge, der Druck auf die Marge sowie negative Währungseffekte konnten auch im zweiten Quartal nicht von den Kosteneinsparungen kompensiert werden. Dabei habe Puma die Produktpalette bereits spürbar zusammengestrichen, erläuterte Lämmermann. Auch das Einzelhandelsgeschäft laufe inzwischen besser, nachdem unrentable Läden geschlossen und neue eröffnet wurden.

Für das Gesamtjahr rechnet der Konzern mit weltweit 10 600 Mitarbeitern weiterhin mit einem Umsatzrückgang im niedrigen bis mittleren einstelligen Bereich. Zulegen soll hingegen der Nettogewinn, der allerdings im Vorjahr aufgrund erheblicher Sonderaufwendungen um 70 Prozent eingebrochen war.

dpa

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