Menü
Märkische Allgemeine | Ihre Zeitung aus Brandenburg
Anmelden
Wirtschaft RWE will drei weitere Kohlekraftwerke stilllegen
Nachrichten Wirtschaft RWE will drei weitere Kohlekraftwerke stilllegen
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
19:04 12.08.2014
Das RWE-Braunkohle-Kraftwerk Niederaußem: Seit Anfang 2013 hat RWE europaweit bereits etliche Kraftwerke übergangsweise oder dauerhaft vom Netz genommen. Quelle: Oliver Berg/Illustration
Essen

a. Zuvor hatte die "Süddeutsche Zeitung" über die Pläne berichtet.

Im ersten Quartal waren die Ergebnisse der RWE-Kraftwerkssparte wegen der niedrigen Börsenstrompreise erneut stark um 25 Prozent auf 559 Millionen Euro zurückgegangen.

Im Einzelnen geht es um 110 Megawatt Kraftwerkskapazität eines Braunkohlekraftwerkes in Hürth ab dem dritten Quartal 2015, den Block C des Steinkohlekraftwerkes Westfalen in Hamm mit 285 Megawatt ab Anfang 2016 und den Steinkohleanteil des Gersteinwerkes in Werne nordöstlich von Dortmund mit 610 Megawatt. Das Werner Kraftwerk soll ab dem ersten Quartal 2017 vom Netz gehen.

Seit Anfang 2013 hat das Unternehmen nach Angaben von Anfang Juli europaweit bereits Kraftwerke mit einer Leistung von 12 600 Megawatt übergangsweise oder dauerhaft vom Netz genommen. Grund sind aber nicht allein die geringen Erträge - zum Teil zwangen auch staatlichen Auflagen etwa in Großbritannien zur Schließung. RWE hat europaweit über 40 Gigawatt (40 000 Megawatt) Stromerzeugungskapazität. Der Essener Konzern legt an diesem Donnerstag seine Halbjahreszahlen vor.

Der Börsenstrompreis ist in Deutschland unter anderem wegen des starken Wind- und Sonnenstromangebots stark gefallen. Viele konventionelle Kraftwerke werden dadurch aus dem Markt gedrängt, müssen aber für die wind- und sonnenlosen Stunden trotzdem in Bereitschaft gehalten werden. Die Strombranche fordert unter dem Stichwort "Kapazitätsmarkt" eine Vergütung für dieses Bereithalten von Kraftwerken. Bundeswirtschaftsminister Sigmar Gabriel (SPD) hat sich bisher aber eher skeptisch zu diesem Thema geäußert.

dpa

Die Warnsignale für die deutsche Wirtschaft mehren sich. Die Konjunkturerwartungen führender Finanzexperten verschlechterten sich im August deutlich. Auch das Bundeswirtschaftsministerium stellte fest, dass die deutsche Wirtschaft an Fahrt verloren habe.

12.08.2014

Die Ukraine-Krise und die anhaltenden Konflikte im Nahen Osten machen dem erfolgsverwöhnten Konsumgüterhersteller Henkel (Persil, Pritt, Schwarzkopf) Sorgen. Konzernchef Kasper Rorsted sagte, der Konzern erwarte aufgrund der Konflikte ein schwächeres Ergebniswachstum im zweiten Halbjahr. Die Henkel-Aktie verlor in den ersten Handelsstunden mehr als fünf Prozent an Wert und war damit der größte Verlierer im DAX.

12.08.2014

Die Stadt Frankfurt hat dem Flughafenbetreiber Fraport am Dienstag die Genehmigung zum Bau des umstrittenen Terminals 3 erteilt. Damit könnten die Arbeiten für den ersten, 2,5 Milliarden Euro teuren Bauabschnitt für 14 Millionen zusätzliche Passagiere pro Jahr sofort beginnen.

12.08.2014