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Ratingagenturen geben Deutschland weiterhin die Bestnote

Finanzen Ratingagenturen geben Deutschland weiterhin die Bestnote

Die Wirtschaft zeigt sich robust, der Flüchtlingsansturm sollte finanziell zu bewältigen sein: Deutschlands Bewertung an den Finanzmärkten bleibt top. Damit kommt die Bundesrepublik auch künftig sehr günstig an Geld.

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Die Ratingagentur Fitch bewertet die Kreditwürdigkeit Deutschlands weiter mit «AAA». 

Quelle: Justin Lane

London. Die großen US-Ratingagenturen sehen Deutschlands Wirtschaft und Finanzen weiterhin in sehr guter Verfassung. Daher geben sowohl Fitch als auch Standard & Poor's (S&P) der Bundesrepublik weiterhin die Bestnote.

Die Kreditwürdigkeit der größten Volkswirtschaft der Eurozone werde weiter mit "AAA" bewertet, teilten die einflussreichen Agenturen mit. Eine Herabstufung erwarte man nicht. Der Ausblick bleibt daher "stabil". Mit der Bonitätsnote "AAA" kann sich Deutschland weiter zu sehr günstigen Konditionen Geld am Finanzmarkt besorgen.

Deutschland habe genug finanziellen Spielraum, die Flüchtlingskrise zu verkraften, betonte Fitch. Die Agentur erwartet für Deutschland im laufenden und kommenden Jahr ein Wirtschaftswachstum von jeweils 1,9 Prozent. Der Staatshaushalt dürfte nach einem Überschuss 2015 im laufenden Jahr ausgeglichen sein.

Kurz zuvor hatte bereits die US-Ratingagentur Standard & Poor's (S&P) für Deutschland die Bestnote "AAA" bestätigt. Deutschland habe eine moderne, breit aufgestellte und wettbewerbsfähige Wirtschaft, hieß es zur Begründung. Zudem betreibe die Regierung eine vorsichtige Finanzpolitik. Deutschland sei in der Lage, größere wirtschaftliche Schocks zu verkraften. Angesichts der Schwäche in den Schwellenländern erwartet S&P für 2015 aber nur noch ein Wachstum von 1,5 Prozent. Im Juli war man noch von 2,0 Prozent ausgegangen.

Die Flüchtlingskrise dürfte auch nach Einschätzung von S&P die Staatsfinanzen kaum belasten. Zusätzliche Ausgaben würden im Jahr 2016 durch Kürzungen an anderer Stelle kompensiert. Der Staatshaushalt dürfte in den Jahren 2015 bis 2018 weitgehend ausgeglichen sein. Wachsende Steuereinnahmen und die lockere Geldpolitik der Europäischen Zentralbank (EZB) würden die Finanzpolitik erleichtern.

dpa

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