Menü
Märkische Allgemeine | Ihre Zeitung aus Brandenburg
Anmelden
Wirtschaft "SZ": Schwarzarbeiter-Netzwerk soll Staat um Millionen betrogen haben
Nachrichten Wirtschaft "SZ": Schwarzarbeiter-Netzwerk soll Staat um Millionen betrogen haben
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
20:10 03.06.2014
In dem Netzwerk sollen mit Hilfe von Scheinfirmen und Scheinrechnungen Jahr für Jahr 50 bis 100 Millionen Euro in schwarze Kassen geleitet worden sein. Quelle: Patrick Seeger/Symbolbild
München/Berlin

Nach zwei Verdächtigen werde noch gefahndet.

Das Netzwerk soll jahrelang Staat und Sozialkassen um hohe Millionenbeträge betrogen haben. Eine Sprecherin der Staatsanwaltschaft München I bestätigte am Dienstagabend auf dpa-Anfrage die sieben Festnahmen, nannte allerdings zunächst keine weiteren Details.

Der "SZ" zufolge sollen in dem Netzwerk mit Hilfe von Scheinfirmen und Scheinrechnungen Jahr für Jahr 50 bis 100 Millionen Euro in schwarze Kassen geleitet worden sein, aus denen dann Maurer, Fliesenleger, Dachdecker und andere Bauarbeiter schwarz bezahlt worden seien. Die Löhne sollen 700, 600 oder gar nur 500 Euro im Monat betragen haben. Steuern und Sozialabgaben seien gar nicht bezahlt worden. Die Arbeiter seien nach Erkenntnissen der Behörden ebenso betrogen worden wie Staat und Sozialkassen.

Im vergangenen Jahr hatten die Zollfahnder bundesweit Schäden durch Schwarzarbeit im Umfang von insgesamt rund 777 Millionen Euro aufgedeckt. Das waren 25 Millionen Euro mehr als 2012. Erwartungsgemäß war der durch Schwarzarbeit entdeckte Schaden im Jahr 2013 am Bau mit knapp 357 Millionen Euro am größten.

dpa

Für die geplatzte Eröffnung des neuen Hauptstadtflughafens vor zwei Jahren bekommt Air Berlin nur eine relativ geringe Entschädigung. Beide Seiten einigten sich nach dpa-Informationen darauf, dass der Flughafenbetreiber seinem wichtigsten Kunden weniger als zwei Millionen Euro überweist.

03.06.2014

Im Tarifkonflikt mit dem weltgrößten Online-Versandhändler Amazon hat die Gewerkschaft Verdi ihre Streikwelle auf einen weiteren Standort ausgeweitet. Am Dienstagmorgen legten zum Beginn der Frühschicht nach Angaben der Gewerkschaft erstmals rund 300 Beschäftigte im Versandzentrum in Rheinberg am Niederrhein die Arbeit nieder.

03.06.2014

Der Chemie- und Pharmakonzern Bayer stellt die Weichen für eine Wechsel an der Konzernspitze. Konzernchef Marijn Dekkers wird das Leverkusener Unternehmen Ende 2016 verlassen.

03.06.2014