Menü
Märkische Allgemeine | Ihre Zeitung aus Brandenburg
Anmelden
Wirtschaft Schwieriges Jahr für Fuhrunternehmen
Nachrichten Wirtschaft Schwieriges Jahr für Fuhrunternehmen
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
12:58 06.12.2015
Situation in Calais: Die Lage am Eurotunnel hat sich zugespitzt, weil viele Flüchtlinge versuchten, auf die Laster zu kommen und so durch den Tunnel nach Großbritannien zu gelangen. Quelle: Etienne Laurent
Anzeige
Frankfurt/Kempten

Die teils dramatische Flüchtlingssituation, vor allem am Eurotunnel zwischen Frankreich und Großbritannien, hat den deutschen Fuhrunternehmen in diesem Jahr zu schaffen gemacht.

"Der Kanaltunnel ist eine offene Wunde", sagte Karlheinz Schmidt, Geschäftsführendes Präsidialmitglied des Branchenverbandes BGL. Hinzu kamen oftmals lange Staus durch die Einführung von Grenzkontrollen an der deutsch-österreichischen Grenze seit Mitte September.

Vor allem im Sommer habe sich die Lage am Eurotunnel zugespitzt, weil viele Flüchtlinge versuchten, auf die Laster zu kommen und so durch den Tunnel nach Großbritannien zu gelangen. "Viele Fahrer weigern sich, nach England zu fahren, weil sie auch bedroht werden", sagte Schmidt. Falls dann tatsächlich jemand auf den Fahrzeugen entdeckt werde, sähen sich Fahrer und auch Fuhrunternehmer zudem Schlepper-Vorwürfen ausgesetzt und würden mit vier- bis fünfstelligen Bußgeldern belegt.

Die Situation bringe auch produzierende Unternehmen in Großbritannien in Bedrängnis, die auf Zulieferteile häufig länger warten müssten. Bei den Fuhrunternehmen wiederum komme es durch die Probleme zu Millionen-Schäden, sagte Schmidt.

Auch der Logistikkonzern Dachser spürt die Folgen der Flüchtlingskrise. Die Wiedereinführung der Grenzkontrollen an der deutsch-österreichischen Grenze fordere der Branche "ein hohes Maß an Geduld, Flexibilität und Kreativität ab. Die Situation in Calais war eine weitere Herausforderung", erklärte Dachser-Manager Andreas Froschmayer. "Die Bedingungen können sich täglich ändern, es kommt zu Wartezeiten und Verzögerungen. Daraus entstehen Kosten, die das Geschäft belasten."

Wie sich die Lage im kommenden Jahr entwickele, sei schwer abzuschätzen, so Froschmayer. "Wir setzen unser Vertrauen in den europäischen Gedanken. Deshalb glauben wir daran, dass die europäische Gemeinschaft eher kurz- als langfristig tragfähige und humane Lösungen finden wird beziehungsweise dass sich die Regierungen untereinander entsprechend verständigen." Das wäre im Interesse aller, nicht nur der Logistik, erklärte der Manager.

Profitiert hat die Branche dagegen von der guten Binnenkonjunktur in Deutschland. Vor allem die florierende Bauwirtschaft sorgte für viele Aufträge und eine "ordentliche Auslastung", wie BGL-Experte Schmidt sagte. Sorgen bereitet den kleinen und mittleren Unternehmen aber die Konkurrenz aus Osteuropa, die ihre Fahrer mit Löhnen um 500 Euro pro Monat auf die Straßen schicke und immer mehr Marktanteile für sich gewinne. "Das ist eine fatale Situation für das Hochlohnland Deutschland", sagte Schmidt.

dpa

Der Fön ist kaputt, und ein neues Handy müsste auch mal her - Verbraucher können ihre Altgeräte jetzt auch bei großen Geschäften wieder los werden. Viele Online-Händler allerdings berufen sich vorerst noch auf die geltende Übergangsfrist.

06.12.2015

In wenigen Wochen müssen sich Verbraucher endgültig umstellen: Das Ende von Kontonummer und Bankleitzahl naht. Nicht jeder ist mit der IBAN vertraut, warnt die Bundesbank - obwohl Unternehmen und Vereine für Überweisungen in Euro schon seit 2014 das Sepa-Format nutzen.

06.12.2015

Seit der Einführung des Bestellerprinzips im Juni haben viele Makler das Geschäft mit Vermietungen aufgegeben. "Es gibt einen klaren Wechsel von der Vermietung zum Verkauf", sagte Andreas Besenböck vom Immobilienverband Deutschland (IVD) der Deutschen Presse-Agentur.

06.12.2015
Anzeige