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So viele Stromsperren wie noch nie

Energie So viele Stromsperren wie noch nie

Strom weg, Gas weg - immer häufiger unterbrechen Energieversorger in Deutschland ihre Lieferungen. Besser sieht es bei den Warnungen aus.

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Die Zahl der Stromsperren soll 2014 auf den Höchstwert von fast 352 000 Fällen gestiegen sein.

Quelle: Bernd Thissen

Bonn. Weil Verbraucher ihre Stromrechnung nicht mehr bezahlen können, haben die Energieversorger übereinstimmenden Medienberichten zufolge im vorigen Jahr so oft die Leitung abgeklemmt wie noch nie.

Auch beim wichtigen Heizenergieträger Gas soll es bundesweit erneut mehr Unterbrechungen bei säumigen Haushaltskunden gegeben haben.

Die Zahl der Stromsperren sei 2014 auf den Höchstwert von fast 352 000 Fällen gestiegen, berichten die "Frankfurter Allgemeine Zeitung" (FAZ/Montag) und "Spiegel online" unter Berufung auf einen neuen Bericht der Bundesnetzagentur und des Bundeskartellamts. Das wären rund 7000 Stromsperren oder 2 Prozent mehr Fälle als 2013.

Nach einer früheren Veröffentlichung stieg die Zahl der Stromsperren in den Jahren zuvor bereits stetig an. Demnach gab es 2011 rund 312 100, 2012 rund 321 500 und 2013 rund 344 800 solcher Fälle.

Die Gesamtzahl der "blauen Briefe" an Stromabnehmer, die mit mindestens 100 Euro in Verzug waren, ging hingegen offenbar zurück: In den Berichten ist für 2014 von rund 6,3 Millionen Androhungen von Stromsperren die Rede. 2013 waren es noch knapp 7 Millionen.

Auf dem Gasmarkt drehten die Versorger nach Informationen der "FAZ" in 46 500 Fällen den Hahn tatsächlich zu. Das würde innerhalb eines Jahres einen Anstieg um 600 Fälle oder 1,3 Prozent bedeuten. Binnen vier Jahren betrug die Zunahme laut "FAZ" aber beinahe 40 Prozent. Laut früheren Behördenzahlen stiegen die Unterbrechungen in der Gasversorgung von rund 33 600 (2011) über gut 39 300 (2012) auf knapp 45 900 (2013) Fälle in den Vorjahren ebenfalls kontinuierlich an.

Ein Sprecher der Bundesnetzagentur wollte sich am Sonntag auf dpa-Anfrage zum neuen gemeinsamen "Monitoring-Bericht Energie" mit dem Bundeskartellamt noch nicht äußern.

dpa

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