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Wirtschaft Söder fordert Verdopplung des Sparerfreibetrags
Nachrichten Wirtschaft Söder fordert Verdopplung des Sparerfreibetrags
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10:30 17.04.2016
Der bayerische Finanzminister Markus Söder spricht im Landtag. Quelle: Peter Kneffel/Archiv
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Berlin/München

Er sollte den Sparern daher wieder etwas zurückgeben. Am besten über den Sparerfreibetrag", sagte Söder der "Bild am Sonntag." Der Freibetrag müsse für Zinsen aus Sparguthaben von 801 Euro beziehungsweise 1602 Euro für Verheiratete verdoppelt werden. "Das wäre ein deutliches Signal, dass sich Sparen in Deutschland noch lohnt."

Sollten auf Bankguthaben sogar Negativzinsen anfallen, schlägt Söder eine zusätzliche steuerliche Entlastung der Bürger vor: "Wenn es allgemein zu Negativzinsen für Sparguthaben kommt, müssen wir darüber nachdenken, wie wir diese von der Einkommensteuer absetzen können. Sparen darf nicht bestraft werden."

Söder äußerte zugleich heftige Kritik an der Niedrigzinspolitik des Präsidenten der Europäischen Zentralbank, Mario Draghi: "Derzeit entwickelt sich die EZB mehr zu einer Filiale der Wallstreet als zu einer europäischen Bundesbank." Die Nullzins-Politik treffe Millionen von Sparern in Deutschland. Söder warnte vor einem Bankensterben in Deutschland: "Die Zinspolitik setzt die mittelständisch orientierten Banken in Deutschland zunehmend unter Druck. Wenn das so weitergeht, werden viele Sparkassen und Genossenschaftsbanken bald nicht mehr überleben können."

dpa

Der Vorstandschef der Postbank, Frank Strauß, hat angesichts der Niedrigzinspolitik der EZB das kostenlose Girokonto für Privatkunden in Frage gestellt. Die Bank arbeite derzeit intensiv an einem neuen Preismodell, das noch dieses oder spätestens nächstes Jahr starten solle, sagte Strauß der "Welt am Sonntag".

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