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Sonntagsarbeit im Callcenter soll bleiben

Votum der Sozialminister Sonntagsarbeit im Callcenter soll bleiben

Die Callcenter-Branche befindet sich in Aufruhr: Vor einem Jahr kippte das Bundesverwaltungsgericht die Sonntagsarbeit bei Hotlines. Tausende Arbeitsplätze stehen seither auf dem Spiel, da die Gesetzeslage uneinheitlich ist. Nun fassten die Sozialminister der Länder einen Beschluss. Der Bund soll die Arbeitszeiten neu regeln – und Arbeitsplätze erhalten.

Viele Kunden wollen Hotlines auch am Wochenende nutzen.

Quelle: dpa-Zentralbild

Erfurt. Der Bund soll die Sonn- und Feiertagsarbeit grundsätzlich neu regeln. Das haben die 16 Bundesländer einvernehmlich im Rahmen der Sozialministerkonferenz in Erfurt gefordert. Die Regelung ist vor allem für die Callcenter-Branche von Bedeutung, die sich seit einem Gerichtsurteil in Aufruhr befindet.

Das Bundesverwaltungsgericht hatte vor einem Jahr eine Verordnung des Landes Hessen gekippt, mit der Sonntagsarbeit in Callcentern erlaubt worden war. Da fast alle Länder ähnliche Verordnungen haben, stand die Sonntagsarbeit der Branche auf dem Spiel.

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Die Ländervertreter betonten nun, dass es Aufgrund der bundesweiten Bedeutung der Branche einer einheitlichen Regelung bedürfe. Ziel sei es, die Arbeitsplätze zu erhalten. Der Callcenter-Verband begrüßte das Votum. „Mit dieser Regelung zeigt die Politik Weitsicht“, sagte Verbandsjurist Dirk Egelseer. Mehr als 500000 Menschen arbeiten in deutschen Callcentern.

Da die telefonischen Dienste auch von ausländischen Callcentern mit deutschsprachigen Mitarbeitern übernommen werden könnten, befürchtet die Branche einen massiven Jobabbau, falls die Beschränkungen für Sonn- und Feiertage bleiben.

Von Torsten Gellner

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