Menü
Märkische Allgemeine | Ihre Zeitung aus Brandenburg
Anmelden
Wirtschaft Bombardier: Keine Serienfertigung mehr in Hennigsdorf
Nachrichten Wirtschaft Bombardier: Keine Serienfertigung mehr in Hennigsdorf
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
17:05 28.03.2018
Hennigsdorf (Oberhavel) Warnstreik Bombardier Quelle: Robert Roeske
Anzeige
Hennigsdorf

Alle sieben Standorte des Schienenfahrzeugherstellers Bombardier Transportation in Deutschland sollen erhalten bleiben. Zugleich will das Unternehmen bis zum Jahr 2020 in Deutschland wie angekündigt bis zu 2200 von 8500 Arbeitsplätzen abbauen, darunter 700 Stellen von Leiharbeitnehmern. Dieses Verhandlungsergebnis teilten der Konzern, der Gesamtbetriebsrat und die IG Metall am Mittwoch in Berlin mit.

Am stärksten vom Stellenabbau betroffen sind die größten Standorte Hennigsdorf (Oberhavel) sowie Görlitz in Sachsen. In Hennigsdorf will Bombardier rund 400 bis 500 Arbeitsplätze abbauen. Das Management hatte den Mitarbeitern im Werk zuletzt 480.000 Stunden Arbeitszeit pro Jahr in der Produktion garantiert.

Keine Entlassungen bis Ende 2019

Der Vereinbarung zufolge sollen bis zu 1500 Beschäftige mit Hilfe eines Freiwilligenprogramms das Unternehmen verlassen. Betriebsbedingte Kündigungen sind bis Ende 2019 ausgeschlossen. Ein neuer Zuschnitt der Werke „bietet allen Standorten eine langfristige und tragfähige Perspektive“, sagte Bombardier-Deutschlandchef Michael Fohrer vor Journalisten. Der Umbau solle Bombardier in Deutschland wieder in die Gewinnzone führen und das operative Ergebnis (Ebit) bis 2020 um 200 Millionen Euro verbessern.

Zur Galerie
Hennigsdorf, 8. Januar 2018 – Die IG Metall rief am Montag bei verschiedenen Unternehmen der Metall- und Elektroindustrie in ganz Deutschland zum Warnstreik auf. Bei Bombardier in Hennigsdorf (Oberhavel) sind 300 Beschäftigte dem Streikaufruf gefolgt. Sie fordern unter anderem faire Löhne.

Keine Serienfertigung mehr in Hennigsdorf

Hennigsdorf bleibt Forschungs- und Entwicklungszentrum, gibt die Serienfertigung jedoch an Bautzen ab. In Bautzen wird nach Worten Fohrers künftig die Serienfertigung kompletter Züge, Straßenbahnen und U-Bahnen angesiedelt. Görlitz behält den Wagenrohbau für Züge. Künftig sollen dort auch die Wagenkästen von Straßenbahnen gefertigt werden. Weder Unternehmen noch Arbeitnehmervertreter wollten konkrete Zahlen dazu nennen, wie viele Arbeitnehmer schließlich an welchem Standort gehen müssen.

Von Bernd Röder

Gut vier Prozent mehr Lohn sollen die 19.000 Opel-Mitarbeiter in Deutschland künftig bekommen. Doch das Unternehmen will die Tariferhöhung verschieben.

28.03.2018

Dem Internetriesen war es lange egal, dass Daten von Millionen Kunden missbraucht wurden. Jetzt muss sich die gesamte Branche auf verschärfte Kontrolle einstellen. Doch der Schlüssel für besseren Datenschutz liegt bei den Kunden. Sie müssen Alternativen zu den Monopolisten im Netz haben.

28.03.2018

Erst Uber, dann Tesla: Zwei Menschen verunglückten innerhalb einer Woche bei Tests mit selbstfahrenden Autos tödlich. Jetzt prüft die US-Verkehrsbehörde einen der beiden Unfälle. Toyota und Nvidia stellten unterdessen ihre Testfahrten ein.

28.03.2018
Anzeige