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Star Wars: Das Imperium schlägt wieder zu

Spannung vor dem Kinostart Star Wars: Das Imperium schlägt wieder zu

Wer kann die dunkle Seite der Macht überhaupt noch abwarten? Die Fans jedenfalls fiebern der Fortsetzung der Star Wars Saga längst entgegen. Jeder neue Trailerschnipsel wird wie eine Offenbarung willkommen geheißen. Die Anhänger der Saga rüsten auf, manche schon seit Monaten – und Fanartikel bringen galaktische Einnahmen.

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Star Wars löst weltweit Begeisterung aus.

Quelle: APA

Brandenburg/Deutschland. Die dunkle Seite der Macht ist längst schon erwacht. Kaum einem Kinostart in diesem Jahr fiebern die Fans so sehr entgegen wie dem nunmehr siebten „Star Wars“-Film am 17. Dezember. Möge endlich die Titelfanfare von John Williams erklingen und sich das berühmte Schriftband auf der Leinwand ausrollen.

Die Kinokonzerne jubeln über die Ticketvorverkäufe – sofern sie denn mit dem Vorverkauf begonnen haben: Cinemaxx verhandelt noch mit Disney über die verschärften Verleihbedingungen des Konzerns. Schwer vorstellbar allerdings, dass sich die Kinokette dieses Riesengeschäft entgehen lassen kann.

Mit der Popularität der Jedi-Ritter kann bestenfalls noch James Bond mithalten. Beide Kinoreihen verbindet auch ihre generationenübergreifende Anziehungskraft: „Star Wars“ fasziniert genauso ergraute Sternenkämpfer, die mit Schöpfer George Lucas alt geworden sind, wie den Nachwuchs, der die Kinderzimmer seit Monaten mit Sturmtruppen aufrüstet.

Trailer als Offenbarung: Was passiert?

Allzu vielen Kinospektakeln gelingt es nicht mehr, die Massen vom Sofa wegzubekommen. „Star Wars“ aber ist Pflicht. Schon jeder neue Trailerschnipsel wird wie eine Offenbarung willkommen geheißen. Als die Lauflänge von „Das Erwachen der Macht“ mit 136 Minuten beziffert wurde, zog das Kommentare nach sich, als hätte der Aktienindex Dax ein Allzeithoch erklommen. Und was geschieht im neuen Film bloß mit Luke Skywalker, der in den Trailern schmerzlich vermisst wird? Ist er tatsächlich auf die Seite des wiedererstarkten Imperiums gewechselt, das nun als Militärjunta namens „Erste Ordnung“ firmiert und den Tod von Darth Vader rächen will?

Immer seltener schaffen es Filme, die Massen vom Sofa wegzubekommen

Immer seltener schaffen es Filme, die Massen vom Sofa wegzubekommen. Bei Star Wars ist das anders.

Quelle: EPA

Alle hängen an den Lippen von Regisseur J. J. Abrams – wenn er sie denn mal öffnet. Seit seinem Erfolg mit „Star Trek Into Darkness“ (2013) gilt der Filmemacher als ausgewiesener Fremdenführer im All. Abrams muss den Spagat hinbekommen, die Nostalgiker nicht zu vergrätzen und zugleich eine tricktechnisch überwältigende Geschichte zu erzählen. George Lucas gelang das bei der Fortschreibung seiner Saga Anfang dieses Jahrtausends nur bedingt. Bei Episode I bis III war die Klage groß an dem synthetischen Digitaluniversum, an das sich gefühlsmäßig schwer andocken ließ.

Anfangs glaubte niemand an den Erfolg

Abrams will es besser machen: Der alte Weltraum-Schmuggler Han Solo in Gestalt von Harrison Ford ist zusammen mit Kumpel Chewbacca wieder an Bord, ebenso die einstige Prinzessin Leia (Carrie Fisher). Die eigentliche Story aber müssen die Newcomer John Boyega und Daisy Ridley, beide 23 Jahre jung, tragen. Er spielt einen desertierten Soldaten, sie eine Plündererin von ausrangierten Raumschiffen. Die Last auf ihren Schultern ist gewaltig – das Versprechen von Ruhm und Karriere aber auch.

Harrison Ford ist Lichtjahre später in Star Wars mit seinen Kollegen wiedervereint

Harrison Ford ist Lichtjahre später in Star Wars mit seinen Kollegen wiedervereint.

Quelle: EPA

Mehr als 4,4 Milliarden Dollar spielten die Filme „Star Wars I– VI“ ein und machten George Lucas zu einem der reichsten Männer – zumindest in unserer Milchstraße. Als Lucas in den Siebzigerjahren den „Krieg der Sterne“ anzettelte, glaubte kaum jemand an den Erfolg des Weltraum-Märchens. Lucas verzichtete großzügig auf Gage, sicherte sich aber die Marketingrechte. Meister Yoda hätte keine klügere Entscheidung treffen können.

Lucas beim Imperium nur noch ein unbeachteter Berater

Vor drei Jahren verkaufte Lucas sein Imperium für rund 4 Milliarden Dollar an den Disney-Konzern. Zunächst tummelte er sich noch als Berater im Hintergrund, fand aber wenig Gehör bei den neuen Besitzern. Sie wollten nicht auf den alten Mann hören, der einst zusammen mit Steven Spielberg das Blockbuster-Kino erfunden hatte.

Disney ist inzwischen fleißig dabei, das Imperium mit allerlei Nebengeschichten auszuschmücken. Geplant sind beispielsweise Filme, die sich der Vorgeschichte von Han Solo widmen oder dem Kopfgeldjäger Boba Fett. Die Saga selbst soll 2017 und 2019 fortgesetzt werden. Mit „Star Wars“ verhält es sich so ähnlich wie mit dem Universum: Beides dehnt sich immer weiter aus.

Galaktische Einnahmen

Fanartikel bringen das Geld: Plastikschwerter, Unterwäsche, Klebebildchen, Kappen, Raumschiffe, sprechende Yoda-Köpfe – es gibt nichts, was es nicht gibt. Hauptsache, irgendwo steht „Star Wars“ drauf. Selbst Aldi oder Rewe haben rechtzeitig zum Erscheinen des neuen Blockbusters ein eigenes „Star Wars“-Sortiment im Regal.

„Star Wars“ gehört zu den erfolgreichsten Marken der Welt. Seit sich Disney 2012 die Lizenzen gesichert hat, ist das Merchandising deutlich gewachsen. Bis zu fünf Milliarden Euro könnte Disney Analysten zufolge bis Weihnachten und mit dem Start des siebten Films mit Fanartikeln einnehmen.

Von Stefan Stosch

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