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Wirtschaft Starterpaket für junge Flüchtlinge
Nachrichten Wirtschaft Starterpaket für junge Flüchtlinge
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18:38 08.04.2016
Ausbildung von Flüchtlingen: Bei einer Bildungsmaßnahme der Handwerkskammer Cottbus erklärt Ausbilder Thomas Fron (M) dem aus Eritrea stammenden Flüchtling Tesfazghi Goitiom (l) und dem aus Dagistan stammenden Flüchtling Khantemikov Khusein den Anbau einer Kabelverbindung. Quelle: dpa
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Berlin

Für Janod Al Janoud, der vor knapp zwei Jahren aus Syrien nach Deutschland geflüchtet war, ist Anfang März ein lang gehegter Wunsch in Erfüllung gegangen. Nach etlichen Versuchen bekam der 29-Jährige, der in seiner Heimat ein Fachabitur für Informatik absolviert hatte, einen Praktikumsplatz. „Ich bin sehr, sehr glücklich“, sagt Al Janoud, der bei der Firma ABB Ausbildungszentrum in Berlin anheuern konnte.

Der Syrier aus einem Dorf bei Hama gehört zu den jungen Flüchtlingen, die über den Verband der Metall- und Elektroindustrie Berlin-Brandenburg (VME) eine Einstiegsqualifizierung in Firmen der Branche ermöglicht wird. Der Verband übernimmt für 100 Plätze während der ersten sechs Monate einen Teil der Vergütung: 250 Euro pro Platz im Monat. Die Bundesagentur für Arbeit stockt die Summe um weitere 216 Euro auf. Ziel des Praktikums ist es, den Alltag in einem Betrieb kennen zu lernen. Läuft alles glatt, folgt eine reguläre duale Ausbildung.

Das Angebot komme gut an, sagt VME-Hauptgeschäftsführer Christian Amsinck, der in gleicher Funktion die Unternehmerverbände beider Länder führt. Von den 100 Plätzen sind 24 für ausbildungsfähige Flüchtlinge bisher belegt. Mehrere brandenburgische Firmen hätten Interesse angemeldet. „Wir wollen talentierten jungen Menschen die Chance geben, in der Metall- und Elektroindustrie Fuß zu fassen.“

Janod Al Janoud kam vor knapp zwei Jahren nach Deutschland. Quelle: VME

In den letzten Jahren habe es immer weniger Bewerbungen von Jugendlichen gegeben, beklagt der Geschäftsführer von Tornado Antriebstechnik in Berlin, Norbert Mensing. Auch er hat gute Erfahrungen mit Flüchtlingen gemacht, wie mit dem 17-jährigen Ismail aus dem Libanon, der seit zwei Monaten ein Praktikum absolviert. ER wolle einmal Zerspanungstechniker werden will, wie er sagt. In seiner Heimat hat er die Schule bis zur 10. Klasse besucht.

Gerd Woweries, Prokurist bei ABB, sagt, seine Firme suche „händeringend“ Auszubildende. Im Vordergrund stehe das Erlernen der Fachsprache und die sei deutsch, betont er. Inzwischen arbeiten drei Jugendliche aus Syrien in der Firma. „Ich kenne viele Vorurteile gegen Flüchtlinge. Die können wir nicht bestätigen.“ Die Jugendlichen seien sehr engagiert, hätten in ihrer Heimat eine gute Schulausbildung absolviert und würden inzwischen gut deutsch sprechen. Wie sein Schützling Al Janoud.

Auf die Frage, was sein Ziel sei, sagt dieser: „Ich will Elektroniker für Automatisierungstechnik werden.“ Gern würde er in Deutschland bleiben und sich eine Perspektive aufbauen. Seine Familie wohnt in Syrien. Er geht nicht davon aus, dass sie nach Deutschland nachkommen. Er fühlt sich in Deutschland sehr wohl. Inzwischen wohnt er in einer Wohngemeinschaft.

Von Igor Göldner

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