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Stimmung in der deutschen Wirtschaft verbessert

Konjunktur Stimmung in der deutschen Wirtschaft verbessert

Konsumgüterindustrie, Handel und Baugewerbe in Deutschland brummen - das gleicht Schwächen im Export aus. Die Wirtschaft fasst wieder Mut, wie die Ifo-Umfrage und das ZEW-Konjunkturbarometer zeigen.

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Hans-Werner Sinn ist der Präsident des ifo Instituts für Wirtschaftsforschung.

Quelle: Michael Kappeler/Archiv

München. Die deutsche Wirtschaft profitiert von der kräftigen Binnennachfrage und geht mit neuem Optimismus in den Frühling. Der Ifo-Geschäftsklimaindex stieg nach drei Rückgängen in Folge im März wieder um einen Punkt auf 106,7 Punkte.

Die Unternehmen stuften ihre Geschäftsaussichten für das kommende halbe Jahr wieder besser ein, und die Einschätzungen zur aktuellen Geschäftslage verbesserten sich auf den höchsten Stand seit einem halben Jahr, wie das Ifo Institut für Wirtschaftsforschung am Dienstag in München mitteilte.

Auch die Konjunkturerwartungen deutscher Finanzexperten haben sich im März aufgehellt. Der Indikator des Zentrums für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW) stieg um 3,3 Punkte auf 4,3 Zähler. Aber "das Rätselraten über die weitere wirtschaftliche Entwicklung wichtiger Schwellenländer, über die künftige Entwicklung des Ölpreises und des Außenwerts des Euro stimmen weiterhin vorsichtig", erklärte das ZEW in Mannheim.

"Die stabile Inlandsnachfrage stützt die deutsche Wirtschaft und gleicht die schwache Exportdynamik aus", sagte Ifo-Konjunkturexperte Klaus Wohlrabe. Die Firmen stellten immer noch zusätzliche Mitarbeiter ein, die Beschäftigungslage sei gut, und weil es wegen der niedrigen Zinsen "keinen Anreiz zum Sparen gibt, geht der deutsche Konsument einkaufen", sagte Wohlrabe.

Der Lage-Index stieg um 0,9 auf 113,8 Punkte, der Erwartungs-Index legte nach dem Rückschlag im Vormonat von 98,9 auf 100,0 Punkte zu. Der Ifo-Index beruht auf der Befragung von 7000 Unternehmen und gilt als wichtigster Frühindikator der deutschen Wirtschaft.

Zuletzt hatte die Furcht der Industrie vor einer andauernden Wachstumsschwäche in China und in den Schwellenländern auf das Konjunkturbarometer gedrückt. Jetzt zeigten sich die Unternehmen zufriedener mit ihrer Geschäftslage und auch etwas zuversichtlicher für die nächste Zeit. "Die Verbesserung in der Industrie war vor allem auf die Konsumgüterhersteller zurückzuführen", sagte der scheidende Ifo-Präsident Hans-Werner Sinn.

Im Einzelhandel verbesserte sich das Geschäftsklima merklich. Die Händler waren mit ihrer aktuellen Lage deutlich zufriedener und auch optimistischer für die nächsten Monate. Iim Großhandel verbesserte sich das Geschäftsklima ebenfalls. Im Baugewerbe konnte der Rekordwert bei der Beurteilung der Lage zwar nicht gehalten werden, aber die Erwartungen stiegen. "Es läuft im Bau", betonte Wohlrabe.

Der Dienstleistungssektor stufte die Geschäftslage trotz eines leichten Rückgangs zwar immer noch weit über dem langfristigen Durchschnitt ein. Aber die Erwartungen für die kommenden Monate sind weniger optimistisch als im Vormonat.

dpa

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