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Wirtschaft Studie: 2019 entstehen 15.300 Jobs in Brandenburg
Nachrichten Wirtschaft Studie: 2019 entstehen 15.300 Jobs in Brandenburg
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00:21 11.10.2018
"Wir stellen ein und wollen Sie!": Die Zahl der Arbeitslosen soll im nächsten Jahr noch weiter zurückgehen. Quelle: Caroline Seidel/dpa
Potsdam

Die anhaltend gute Konjunktur führt auch im kommenden Jahr zu einem weiteren Rückgang der Arbeitslosenzahlen. Davon gehen zumindest die Forscher des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) aus. Bei einem anhaltenden Wirtschaftswachstum von 1,7 Prozent werde die Beschäftigung in Brandenburg weiter zunehmen und die Arbeitslosigkeit weiter zurückgehen, heißt es. Landesweit entstehen demnach im kommenden Jahr 15. 300 neue Jobs, so die Vorhersage. Das entspricht einem Beschäftigungszuwachs von 1,8 Prozent – der höchste Wert unter den ostdeutschen Bundesländern mit Ausnahme Berlins, wo sogar mit einem Stellenplus von 3 Prozent gerechnet wird.

„2019 wird für den Arbeitsmarkt in Brandenburg erneut ein gutes Jahr werden“, sagte Bernd Becking, Chef der Regionaldirektion der Arbeitsagentur Berlin-Brandenburg, der MAZ. „Brandenburg kann von den ostdeutschen Bundesländern das höchste Wachstum der Beschäftigung erwarten und übertrifft sogar mehrere West-Bundesländer.“ Das eröffne vielen Menschen neue Perspektiven am Arbeitsmarkt. „Der positive Trend der vergangenen Jahre setzt sich damit fort“, so Becking.

Brandenburg profitiert von Berlin

Die Prognose geht von einem weiteren Rückgang der Arbeitslosigkeit um rund 5500 Menschen aus. Im optimistischsten Fall könnte die Zahl der Arbeitslosen sogar auf 67 .600 fallen. Das wären noch einmal rund 13 .000 weniger als derzeit. Im September war die Zahl der Arbeitslosen unter 80 .000 gefallen – es ist der niedrigste Stand seit 27 Jahren. Am deutlichsten geht die Arbeitslosigkeit demnach im Bezirk der Arbeitsagentur Neuruppin (minus 7,9 Prozent) zurück, gefolgt von Cottbus (minus 7,2 Prozent), Frankfurt (minus 6,7), Eberswalde (5,6) und Potsdam (5,2).

Brandenburg profitiere auch vom Berlin-Boom. „Immer mehr Brandenburger arbeiten in Berlin. 2017 waren es rund 210 .000 Personen“, erklärte Becking. Drei von vier Pendlern aus Brandenburg arbeiten in der Bundeshauptstadt. Aber auch im Speckgürtel ist die Beschäftigung stark gestiegen. Seit 2007 ist die Zahl der Stellen um ein Viertel gestiegen.

Größere regionale Unterschiede

Dennoch ist Brandenburg ein Land großer regionaler Unterschiede. „Wir haben auf der einen Seite Dahme-Spreewald, wo wir auf dem Weg zur Vollbeschäftigung sind“, so Becking. Die Arbeitslosenquote dort liege derzeit unter vier Prozent. In der Uckermark liege die Quote dagegen bei über zehn Prozent. „Diese Unterschiede abzubauen bleibt eine Herausforderung für alle Partner am Arbeitsmarkt“, sagte Becking.

Nachwuchs dringend gesucht

„Der Fachkräftemangel ist die größte Gefahr für das Wirtschaftswachstum“, sagt Maren Schröder, Vizepräsidentin des Baunindustrieverbands Ost. In der Branche werden besonders viele Arbeitskräfte benötigt. Das Problem bestehe für die Industrie nicht nur in der fehlenden Auswahl potenzieller Bewerber. Auch die Qualität der Bewerbungen und Kandidaten lasse immer häufiger zu wünschen übrig. Schulabgängern mangele es an basalen Fähigkeiten, selbst an einfachen Aufgaben, wie dem Berechnen einer Fläche, würden Bewerber in Vorstellungsgesprächen mitunter scheitern. Hinzu komme die gestiegene Studierneigung. „Der Trend zum Studium ist nach wie vor hoch“, so Schröder. Sie forderte: „Die Politik muss deutlich mehr in die Qualität der Bildung investieren.“

Von Torsten Gellner

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