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TV-Star unterstützt Brandenburger Tierschützer

Sarah Wiener gegen Agrarminister TV-Star unterstützt Brandenburger Tierschützer

Prominente Unterstützung für das Brandenburger Volksbegehren gegen Massentierhaltung: Die Fernsehköchin Sarah Wiener (53) fordert von Brandenburgs Agrarminister Jörg Vogelsänger (SPD) eine Kehrtwende in der märkischen Agrarpolitik und ein Ende der Großställe. „Billiges Fleisch aus Massentierhaltung kommt uns in Wahrheit teuer zu stehen“, warnt sie.

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Sarah Wiener betreibt einen Bio-Hof in der Uckermark.

Quelle: dpa

Potsdam. Prominente Unterstützung für das Brandenburger Volksbegehren gegen Massentierhaltung: Die bekannte Fernsehköchin Sarah Wiener fordert eine Kehrtwende in der märkischen Agrarpolitik und ein Ende der Großställe. „Billiges Fleisch aus Massentierhaltung kommt uns in Wahrheit teuer zu stehen“, sagt die 53-Jährige. „Denn die Kosten, die es verursacht, sind ethisch, moralisch und ökologisch unbezahlbar.“ Brandenburgs Agrarminister Jörg Vogelsänger (SPD) lehnt eine Kehrtwende in der Tierhaltung bisher ab.

Sarah Wiener wirbt auf der Internetseite der Kampagne für eine „wesensgemäße Tierhaltung.“ Sie fordert: „Unterschreiben Sie das Volksbegehren und werden Sie Teil der Agarwende – hin zu einem harmonischen Miteinander von Menschen, Tieren und Boden. Nur so haben wir alle eine Zukunft.“

Hobbyimkerin und Biobäuerin in der Uckermark

Wiener war vor knapp einem Jahr mit zwei Geschäftspartnern in das Gut Kerkow in der Uckermark eingestiegen, dessen Eigentümer 2013 auf tragische Weise ums Leben gekommen war. Der Chef des Agrarguts, Johannes Niedeggen, war bei der Wartung einer Biogasanlage verunglückt. Sarah Wiener baut in Kerkow Bio-Produkte an, die sie unter anderem für ihre Berliner Lokale wie das „Speisezimmer“ nutzt.

Tierschützer fordern: Kein Abschneiden von Schnäbeln mehr

Das Volksbegehren für eine Agrarwende läuft seit Mitte Juli. Bis 14. Januar müssen die Initiatoren 80 000 Stimmen sammeln, damit sich der Landtag erneut mit den Forderungen befasst. Sie verlangen eine Umstellung der Förderpolitik ausschließlich für art- und tiergerechte Haltung, die an die Größe gebunden ist, die den Tieren zur Verfügung stehen.

Außerdem soll das Abschneiden von Schwänzen bei Schweinen sowie Schnäbeln bei Hühnern verboten werden. Zudem sollen Verbände zu Gunsten von Tieren gegen Massentieranlagen klagen dürfen. Der Landtag hatte die Volksinitiative im Frühjahr angehört, ihre Forderungen aber weitgehend abgelehnt.

Neben Sarah Wiener wirbt auch der Präsident der Hochschule für Nachhaltige Entwicklung Eberswalde (Barnim) für das Volksbegehren. Wilhelm-Günther Vahrson sagt: „Die aktuelle Praxis der Massentierhaltung ist nicht zukunftsfähig. Wir brauchen eine artgerechte Nutztierhaltung und wollen als Hochschule für nachhaltige Entwicklung unseren Beitrag leisten.“

Von Torsten Gellner

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