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Teilerfolg für Daimler im Kältemittel-Streit

Auto Teilerfolg für Daimler im Kältemittel-Streit

Der Autobauer Daimler hat nach eigenen Angaben im Kältemittel-Streit mit Frankreich einen wichtigen Teilerfolg erzielt. Demnach hat ein französisches Gericht den Zulassungsstopp für einige Modelle zurückgewiesen.

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Daimler will nicht das von der EU-Kommission befürwortete Kältemittel R1234yf einsetzen und setzt stattdessen auf Kohlendioxid.

Quelle: Patrick Seeger

Stuttgart. "Der Behörde wurden jetzt zehn Tage Übergangszeit eingeräumt, ihre Haltung zu überdenken", sagte ein Konzernsprecher der Finanz-Nachrichtenagentur dpa-AFX. "Wir sind sehr zuversichtlich, dass die französische Verwaltung der Meinung des Gerichts folgen wird und unsere Fahrzeuge in Kürze wieder in Frankreich zugelassen werden können."

Frankreich weigert sich seit Anfang des Monats, Modelle der Mercedes A-, B- und SL-Klasse zuzulassen, die vom deutschen Kraftfahrtbundesamt (KBA) nachträglich mit dem alten Kältemittel R134a zertifiziert worden waren. Aus Brüssel hatte Paris für dieses Vorgehen zunächst Rückendeckung bekommen. Nach Sicht von Daimler und auch des KBA haben diese Typgenehmigungen aber europaweit Gültigkeit.

Daimler-Chef Dieter Zetsche hatte am Mittwoch betont, der Konzern habe bislang noch keine offizielle Begründung erhalten, warum die Behörden die Zulassungen verweigerten. Nachdem die Stuttgarter im Jahresverlauf zunächst gute Verkaufszahlen aus dem Nachbarland vorgelegt hatten, bremste der Zulassungsstopp die Geschäfte empfindlich. Auch mussten die Schwaben ihre Kunden zunächst mit Ersatzautos versorgen. "Das ist natürlich mit Kosten verbunden", hatte Zetsche bekannt.

Hintergrund der Blockade ist der Streit um das möglicherweise gefährliche Klimaanlagen-Kältemittel R1234yf. Daimler will es nicht einsetzen, weil es in eigenen Unfall-Simulationen Feuer fing. Die Chemikalie ist aber das derzeit einzige verfügbare Mittel, um eine EU-Richtlinie zu erfüllen, die die Treibhausgas-Emissionen aus Autoklimaanlagen reduzieren soll. Weil Daimler stattdessen das ältere und klimaschädlichere Mittel R134a verwendet, liegt der Konzern im Zwist mit der EU-Kommission sowie den US-Chemieriesen Honeywell und Dupont, die das neue Mittel herstellen.

dpa

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