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US-Ölriesen Exxon und Chevron erleiden Gewinneinbrüche

Energie US-Ölriesen Exxon und Chevron erleiden Gewinneinbrüche

Der Ölpreisverfall verhagelt den US-Branchenschwergewichten Exxon und Chevron erneut die Quartalsbilanzen. Allerdings kommt es weniger schlimm als von Experten befürchtet. Zudem tut sich die internationale Konkurrenz zum Teil noch schwerer.

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Der Exxon Mobil-Umsatz sank um 37 Prozent auf 67,3 Milliarden Dollar. Foto: Larry W. Smith

Irving/San Ramon. Die niedrigen Ölpreise machen den US-Branchenführern ExxonMobil und Chevron weiter zu schaffen.

Nach heftigen Gewinneinbrüchen streichen die Konzerne ihre Ausgaben zusammen - Chevron will bis zu 7000 Jobs streichen. Dennoch fielen die am Freitag veröffentlichten Geschäftsberichte besser aus als von Analysten angenommen.

Beim weltgrößten Ölkonzern Exxon fiel der Gewinn im dritten Quartal im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 47 Prozent auf 4,2 Milliarden Dollar (3,8 Mrd Euro). Der Umsatz sank um 37 Prozent auf 67,3 Milliarden Dollar. Obwohl das Unternehmen die Produktion zum Vorjahr leicht steigerte, blieb wegen des massiven Preisrückgangs bei Rohöl viel weniger Geld in der Kasse.

Mitte 2014 hatten die Ölpreise noch bei über 100 Dollar gelegen, derzeit kostet ein Fass noch knapp 50 Dollar. Für Verbraucher bedeutet das, dass sie günstiger tanken und heizen können. Ölkonzernen vermiest die Entwicklung allerdings das Geschäft.

Exxon hält mit kräftigen Ausgabenkürzungen dagegen. "Wir legen den Fokus schonungslos auf die Fundamentaldaten, dazu zählt das Kostenmanagement", erklärte Vorstandschef Rex Tillerson.

Bei Chevron, dem gemessen am Börsenwert zweitgrößten US-Ölkonzern, schrumpfte der Überschuss verglichen mit dem Vorjahreswert von 5,6 auf 2,0 Milliarden Dollar (1,8 Mrd Euro). Der Umsatz sank um 37 Prozent auf 34,3 Milliarden Dollar.

Das Unternehmen reagiert mit weiteren Sparmaßnahmen - bis zu 7000 Stellen sollen gestrichen, die Neuinvestitionen im nächsten Jahr um ein Viertel gekürzt werden. Im abgelaufenen Quartal waren diese Ausgaben bereits um 15 Prozent gesunken.

Bei den internationalen Konkurrenten schlägt der Ölpreisverfall teilweise noch deutlich heftiger auf die Bilanzen durch. Shell machte im dritten Quartal einen Verlust von 7,4 Milliarden Dollar (6,7 Mrd. Euro), wie das britisch-niederländische Unternehmen am Donnerstag mitteilte.

Dem italienischen Ölkonzern Eni brockte der niedrige Ölpreis ebenfalls Verluste ein. Bereits am Dienstag hatte der britische Ölkonzern BP bekanntgegeben, angesichts niedriger Öl- und Gaspreise sowie Entschädigungszahlungen für die Ölkatastrophe im Golf von Mexiko einen Gewinneinbruch zu verbuchen.

dpa

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