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Wirtschaft Umfrage: Viele Kunden wissen wenig über ihren Strom
Nachrichten Wirtschaft Umfrage: Viele Kunden wissen wenig über ihren Strom
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08:51 31.10.2015
Nach Zahlen des Bundeswirtschaftsministeriums lag der Anteil der erneuerbaren Energien 2014 an der Stromerzeugung insgesamt bei knapp 26 Prozent. Quelle: Sebastian Kahnert/Archiv
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München

Eine Mehrheit der Bundesbürger weiß einer Umfrage zufolge nicht, ob ihr Strom aus Kohle-, Atom- oder etwa Windenergie erzeugt wird. Zwar würde sich eine großen Mehrheit von rund 77 Prozent für eine Stromquelle aus erneuerbaren Energien entscheiden, also für Sonnen-, Wind-, oder Wasserstrom.

Rund 60 Prozent der Befragten könnten aber nicht sagen, woher sie ihren Strom beziehen, heißt es im Energiereport Deutschland 2015. Der Bericht liegt der Deutschen Presse-Agentur vor. In Auftrag gegeben wurde die Untersuchung von einer Tochter des Münchner Agrarhandelskonzerns Baywa, die selbst erneuerbare Energien anbietet.

Nach Zahlen des Bundeswirtschaftsministeriums lag der Anteil der erneuerbaren Energien 2014 an der Stromerzeugung insgesamt bei knapp 26 Prozent. Die Studie mache deutlich, "dass Wunsch und Wirklichkeit derzeit noch weit auseinanderklaffen", heißt es in dem Report. Allerdings zeigten die Zahlen, dass die Mehrheit der Menschen hinter der Energiewende, also vorrangig dem Ausstieg aus der Atomkraft, stehe. Bei der Frage nach den beliebtesten Energieträgern nannten nur 5 Prozent die Atomkraft, 3 Prozent die Kohlekraft.

Insgesamt halten 77 Prozent der Befragten die Energiewende für sinnvoll. Zugleich sind sich aber nur 58 Prozent sicher, dass die Energiewende in Deutschland auch tatsächlich gelingen wird. 62 Prozent möchten einen eigenen Beitrag leisten. "Obwohl sehr viele der Befragten nicht wirklich wissen, woher ihr Strom kommt, zeigen die meisten dennoch ein sehr gutes Gespür für die Anforderungen an die Energiewende", schreibt Prof. Volker Quaschning im Vorwort des Reports. Er ist Professor an der Hochschule für Technik und Wirtschaft Berlin und Experte für Regenerative Energiesysteme.

dpa

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