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Wirtschaft Verbände begrüßen Serviceoffensive der Bahn
Nachrichten Wirtschaft Verbände begrüßen Serviceoffensive der Bahn
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02:16 20.12.2015
Die Züge der Deutschen Bahn sollen künftig pünktlicher fahren. Quelle: dpa
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Potsdam

Die Deutsche Bahn macht mobil. Bahn-Chef Rüdiger Grube hat am Donnerstag ein milliardenschweres Modernisierungsprogramm vorgestellt. In den kommenden Jahren will der Konzern unter dem Slogan „Zukunft Bahn“ die Weichen stellen, um sowohl im Güter- als auch im Personenverkehr wettbewerbsfähig zu bleiben. Kundenzufriedenheit und Service sollen dabei auf der Agenda ganz oben stehen.

Unter anderem will die Bahn die Pünktlichkeit ihrer Züge verbessern. Mehrzeilige Gleisanzeiger und digitale Informationen für Personal und Fahrgäste sollen ab 2016 verhindern, dass Kunden widersprüchliche Angaben zu Gleiswechseln oder Wagenreihungen erhalten. Mobile Entstörungsteams sollen Toiletten und Bordrestaurants verfügbar halten. Zudem will die Bahn bis 2020 ein WLAN-Netz in Fern- und Regionalzügen sowie Bahnhöfen etablieren. Grube erwartet Sonderbelastungen in diesem und im nächsten Jahr in Höhe von zwei Milliarden Euro.

Bahnkundenverband begrüßt DB-Pläne

Wie weit Brandenburg von den Maßnahmen profitiert, bleibt abzuwarten. Zu regionalen Themen wolle man sich noch nicht äußern, sagte ein Bahn-Sprecher am Donnerstag auf MAZ-Anfrage. Auch beim Verkehrsverbund Berlin-Brandenburg (VBB) wollte man noch keine Einschätzung vornehmen.

Frank Böhnke, Landesvorsitzender des Bahnkundenverbandes Brandenburg, geht davon aus, dass die Auswirkungen für den Brandenburger Personenverkehr „eher marginal“ sein werden. Grundsätzlich begrüße man, dass sich die Bahn auf das Kerngeschäft konzentrieren wolle. „Es ist gut, dass die Bahn auf die Kunden zugeht“, so Böhnke.

Arbeitsplätze im Güterverkehr gefährdet

Auch Karl-Peter Naumann, Ehrenvorsitzender des Fahrgastverbandes Pro Bahn, sieht in den Plänen einen Schritt in die richtige Richtung. Wichtig sei es, die Bahnhöfe aufzuwerten. „Da ist Zusammenarbeit mit den Kommunen gefragt, sie haben die Kompetenz vor Ort“, sagt Naumann. Die Politik sei ebenfalls gefragt. „Wenn die Regionalisierungsmittel gekürzt werden, wird der Nahverkehr nicht besser“, so Naumann.

Fragen werfen unterdessen die Pläne der Bahn auf, die Güterbahn DB Schenker Rail ab 2018 umzustrukturieren. Für mehr Wachstum sollen Verladestellen geschlossen und stärker auf einen festen Fahrplan gesetzt werden. Bis zu 2600 Arbeitsplätze sind in der Sparte gefährdet, wie Personalvorstand Ulrich Weber sagte. Arbeitsplätze könnten zudem in den Bahnwerken wegfallen, weil die Bahn stärker auf mobile Instandhaltung setzen will. In Brandenburg steht derzeit das Werk in Eberswalde zur Disposition. „Mittelfristig könnte das bedeuten, dass es nicht nur Eberswalde, sondern auch Standorte wie Cottbus oder Wittenberge trifft“, sagt Frank Böhnke.

Von Mischa Karth

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