Volltextsuche über das Angebot:

3 ° / -3 ° Sprühregen

Navigation:
Verband: Gewerkschaften kritisieren private Kontrolleure zu Unrecht

Luftverkehr Verband: Gewerkschaften kritisieren private Kontrolleure zu Unrecht

Der Bundesverband der Sicherheitswirtschaft hat die rund 7000 privaten Luftsicherheitsassistenten an den Flughäfen gegen gewerkschaftliche Kritik in Schutz genommen.

Voriger Artikel
Google steigert Börsenwert um 65 Milliarden
Nächster Artikel
Bericht: Bahn bekommt neuen Vize-Chef

Die Bundespolizei führt momentan lediglich die Aufsicht über die privaten Kontrolleure an den Zugängen zu den Flugsteigen.

Quelle: Hannibal/Archiv

Bad Homburg. Die miteinander konkurrierenden Polizeigewerkschaften GdP und DPolG nutzten jede Gelegenheit, die Arbeit der Menschen an den Passagierkontrollen zu diskreditieren, sagte der Hauptgeschäftsführer des BDSW, Harald Olschok, der Deutschen Presse-Agentur in Bad Homburg bei Frankfurt. Wenn sie forderten, die Kontrollaufgabe wieder in die Hände der Bundespolizei zu legen, gehe es ihnen nur um neue Mitglieder.

Derzeit führt die Bundespolizei lediglich die Aufsicht über die privaten Kontrolleure an den Zugängen zu den Flugsteigen. Die Gewerkschaft der Polizei sieht in der privatrechtlichen Organisation eine Ursache für Sicherheitsmängel, wie sie bei Stichproben unter anderem am größten deutschen Flughafen in Frankfurt aufgetreten sind. Die GdP fordert, die hoheitlichen Aufgaben der Luftsicherheit wieder in die Hände der Bundespolizei zu legen. Eine ähnliche Position vertritt die kleinere Deutsche Polizeigewerkschaft.

Olschok wies auf von der Bundespolizei veröffentlichte Zahlen zu den Kontrollerfolgen hin. Danach wurden im vergangenen Jahr an den 15 größeren Verkehrsflughäfen fast 340 000 verbotene Gegenstände sichergestellt, darunter mehr als 1100 Schusswaffen, 6200 Schusswaffen-Nachbauten und 5770 Sprengstoff- und Munitionsteile. "Dies haben alles die privaten Sicherheitsleute gefunden und nicht die Bundespolizei."

Mängel gebe es auch nach Einschätzung der Bundesregierung vor allem bei den Qualitätsprüfungen der Dienstleister durch die Bundespolizei, erklärte Olschok. Dies hatte zu Kritik der Europäischen Kommission und einem nachfolgenden Vertragsverletzungsverfahren geführt. Die häufig als zu lang kritisierten Wartezeiten an den Kontrollstellen würden unter anderem durch unzuverlässige Fluggastdaten, zu enge Räumlichkeiten und schlechte Passagierführung in den Flughäfen hervorgerufen, erklärte Olschok.

Der Vertreter der Sicherheitsdienste erinnerte außerdem an die Gründe, die seinerzeit zur Privatisierung der Dienstleistung geführt hätten. Unter der Ägide der Bundespolizei habe es schlechte Qualität, hohe Kosten und lange Fehlzeiten der beim Staat angestellten Kontrolleure gegeben. "Die Kontrollen sind auch früher nicht von Beamten durchgeführt worden", sagte Olschok.

dpa

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Wirtschaft
DAX
Chart
DAX 10.708,50 +0,22%
TecDAX 1.703,50 +0,15%
EUR/USD 1,0754 -0,06%

Quelle: Sponsor Deutsche Bank / Realtime Indikation

Aktien Tops & Flops

DT. BANK 15,45 +4,86%
BMW ST 82,41 +3,40%
THYSSENKRUPP 21,94 +3,21%
LINDE 156,28 +0,04%
Henkel VZ 106,88 +0,28%
BEIERSDORF 75,84 +0,45%

Wertpapiersuche

Fonds Top Performer 3 Jahre

Fondsname FA Perf. 3J.
Structured Solutio AF 154,79%
Polar Capital Fund AF 102,15%
Stabilitas GOLD+RE AF 93,39%
Morgan Stanley Inv AF 91,64%
First State Invest AF 89,33%

mehr

Wechselkurse interaktiv

Weltkarte

Die olympischen Spiele werden künftig nicht mehr bei ARD und ZDF übertragen - eine gute Entscheidung?