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Wirtschaft Verbraucherzentrale warnt vor Betrugsmaschen
Nachrichten Wirtschaft Verbraucherzentrale warnt vor Betrugsmaschen
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02:16 16.10.2015
Vorschnelle Käufe im Netz können gefährlich werden. Quelle: dpa-Zentralbild
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Frankfurt (Oder)

Die Verbraucherzentrale Brandenburg warnt vor Betrugsmaschen im Internet und ruft zur Vorsicht bei vermeintlichen Schnäppchen auf. „Wenn ein Preis deutlich unter dem ei­nes vergleichbaren Angebotes liegt, ist immer Misstrauen geboten“, sagt Katarzyna Trietz, Juristin im Deutsch-Polnischen Verbraucherinformationszentrum der Verbraucherzentrale Brandenburg.

Dass er kurz vor Abschluss des Kaufvertrages doch noch Zweifel bekam und sich ans Verbraucherinformationszentrum wandte, ersparte auch einem Mann aus Frankfurt (Oder) viel Geld. Er war im Internet auf ein sehr günstiges Fahrzeug gestoßen. Der polnische Verkäufer wirkte seriös und auch die Abwicklung der Zahlung über einen Treuhandservice sprach für das Angebot. Dass das Fahrzeug aber 30 Prozent günstiger sein sollte als vergleichbare Angebote, ließ bei dem Brandenburger dann doch Zweifel aufkommen und er ließ das Angebot prüfen.

Maschen der Betrüger werden immer besser

„Wir haben festgestellt, dass es sich um einen Betrug handelt“, erzählt Katarzyna Trietz. So sei zum Beispiel die Seite des Treuhänders – einer polnischen Bank – eine Fälschung und von den Betrügern gestaltet worden. „Viele Verbraucher lassen sich zu schnell von billigen Angeboten täuschen, weil sie sparen wollen“, stellt Trietz fest. Der Mann aus Frankfurt ist noch mal mit einem blauen Auge davon gekommen und erstattete Anzeige bei der Polizei.

Das sei aber nicht die Regel, sagt die Juristin. „Viele Verbraucher merken erst, dass sie Opfer von Betrügern geworden sind, wenn es schon zu spät ist – ihr Geld ist dann verloren.“ Problematisch sei auch, dass die Maschen der Verkäufer in den letzten Jahren besser geworden sind. „Seriöse Angebote lassen sich immer schwerer von unseriösen unterscheiden und die Gutgläubigkeit der Verbraucher wird ausgenutzt“, stellt Trietz fest.

„Je größer die Anschaffung ist, umso vorsichtiger sollte man sein.“

Schützen kann man sich aber trotzdem, vor allem indem man die Internetseiten der Verkäufer genau prüft. Ist im Impressum die vollständige Adresse des Anbieters angegeben? Hat er eine gültige Telefonnummer hinterlegt, sodass ich ihn bei Rückfragen jederzeit kontaktieren kann? Auch ein Probeanruf kann hier nicht schaden. Man solle die Angebote außerdem sorgfältig lesen, rät Trietz. Und es sei wichtig, den kompletten Schriftverkehr mit dem Verkäufer aufzubewahren. Auch Bewertungen des Anbieters von vorherigen Kunden können hilfreich sein, die Seriosität eines Angebots zu beurteilen.

Als Faustregel hält Katarzyna Trietz jedoch fest: „Je größer die Anschaffung ist – wenn man sich beispielsweise ein Auto oder eine Immobilie kaufen will – umso vorsichtiger sollte man sein.“ Und sobald Zweifel aufkommen, solle man lieber ganz die Finger von dem vermeintlichen Schnäppchen lassen und sich Rat bei der Verbraucherzentrale suchen.

Das Deutsch-Polnische Verbraucherinformationszentrum gibt es seit 2009, die Beratung ist kostenlos. Die Einrichtung unterstützt Verbraucher bei Fragen rund um die Vertragsgestaltung von Angeboten aus Polen oder Deutschland.

Von Josephine Mühln

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