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Verdi-Chef kündigt neue Kita-Streiks an

Kita-Tarifstreit geht weiter Verdi-Chef kündigt neue Kita-Streiks an

Wenige Wochen nach den massiven Kita-Streiks in Deutschland könnten die Kita-Türen auch in Brandenburg bald wieder verschlossen sein. Am Samstag erklärte der Vorsitzende der Gewerkschaft Verdi, Frank Bsirske, die Schlichtung für gescheitert – und fügte hinzu: „Der Streik wird fortgesetzt.“

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Verdi-Chef Frank Bsirske droht mit neuen Kita-Streiks.

Quelle: dpa

Fulda, Berlin. Wenige Wochen nach den massiven Kita-Streiks in Deutschland müssen Eltern von Kleinkindern wieder damit rechnen, bald vor verschlossenen Türen zu stehen. Am Samstag erklärte der Vorsitzende der Dienstleistungsgewerkschaft Verdi, Frank Bsirske, die Schlichtung für insgesamt rund 240 000 Erzieher und Sozialarbeiter für gescheitert. Er fügte hinzu: „Der Streik wird fortgesetzt“ - falls die Arbeitgeber nicht kräftig nachlegen.

Die Vereinigung der kommunalen Arbeitgeberverbände (VKA) wies die Forderung nach Zugeständnissen jedoch umgehend zurück. Die nächsten Verhandlungen sind an diesem Donnerstag (13. August) im hessischen Offenbach.

“Klares Signal“ der Verdi-Basis

Knapp 70 Prozent der betroffenen Verdi-Mitglieder lehnten in einer Befragung den Schlichterspruch von Ende Juni ab, der zwischen 2 und 4,5 Prozent mehr Geld vorsah. „Das ist ein absolut klares Signal an die eigene Gewerkschaft und auch an die Arbeitgeber“, sagte Bsirske in Fulda. Er will nun der Bundestarifkommission, die am Dienstag in Frankfurt/Main das weitere Vorgehen berät, eine entsprechende Streik-Empfehlung geben. „Eine Befriedung auf dieser Grundlage ist nicht möglich.“

Verdi fordert „substanzielle Zugeständnisse“

Die Arbeitgeberseite sei „gut beraten, das Signal ernst zu nehmen“, sagte Bsirske. Nur wenn sie zu „substanziellen Zugeständnissen“ bereit sei, könne ein Streik noch vermieden werden. Im Frühsommer waren wochenlang in vielen Bundesländern, darunter in Brandenburg, Kindertagesstätten und Horte bestreikt worden.

Wahrscheinlich nach der nächsten Verhandlung am kommenden Donnerstag entscheidet sich, ob es neue Kita-Streiks gibt und ob auch Brandenburg wieder betroffen sein wird.

Erzieher wollen rund 10 Prozent mehr Geld

Der Ende Juni vom sächsischen Ex-Ministerpräsidenten Georg Milbradt (CDU) und dem einstigen Hannoveraner Oberbürgermeister Herbert Schmalstieg (SPD) vorgeschlagene Schlichterspruch liegt relativ weit von den Vorstellungen der Gewerkschaften entfernt. Diese hatten eine Aufwertung der Beschäftigten im Sozial- und Erziehungsdienst durch bessere Eingruppierungen gefordert - im Schnitt etwa 10 Prozent Plus. Die Gewerkschaftsfunktionäre stimmten dem Schlichterspruch zwar seinerzeit zu, mussten aber erkennen, dass es an ihrer Basis großen Widerstand gibt.

Linke gibt Verdi Rückendeckung

Der Linke-Vorsitzende Bernd Riexinger erklärte am Sonntag, seine Partei begrüße, „dass Verdi die wichtige Tarifauseinandersetzung um die längst überfällige Aufwertung sozialer Arbeit fortsetzt. Jetzt sind die kommunalen Arbeitgeber gefordert, ein Angebot vorzulegen, das diesen Namen verdient.“

Von dpa

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