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Nachrichten Wirtschaft Verdi ruft Mitarbeiter von Real zu Streik auf
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05:04 13.07.2018
Die Supermarktkette Real liegt im Streit mit der Gewerkschaft Verdi. Quelle: dpa
Potsam

Die Gewerkschaft Verdi hat die Beschäftigten der Real-Supermärkte in Berlin und Brandenburg für diesen Freitag zu einem ganztägigen Streik aufgerufen. Damit will sie ein Zeichen setzen gegen die Tarifflucht, die sie dem Unternehmen der Metro-Gruppe vorwirft. Metro hatte im Frühjahr den Tarifvertrag aufgekündigt. Die bundesweit 34000 Beschäftigten sollen nach Willen des Unternehmens künftig über die günstigeren Tarifverträge mit der Gewerkschaft DHV bezahlt werden. In Berlin und Brandenburg sind 2000 Mitarbeiter betroffen.

„Tarifflucht und Lohndumping dürfen im Einzelhandel nicht akzeptiert werden. Sie sind kein Zukunftsmodell für die Branche“, sagte Verdi-Handelssekretärin Sabine Zimmer. „Die Beschäftigten bei Real leisten jeden Tag gute Arbeit und sind durch Missmanagement, Armutslöhne und später von Altersarmut bedroht“, teilte Zimmer mit.

Jahrelang hätten die Beschäftigten finanzielle Einschnitte hingenommen. Der DHV-Tarifvertrag bedeute mehr als 24 Prozent weniger Lohn sowie weniger Urlaubs- und Weihnachtsgeld.

Metro-Chef Olaf Koch warf der Gewerkschaft dagegen vor, Tarifverhandlungen blockiert zu haben. „Ich frage mich, ob den Verdi-Vertretern eigentlich klar ist, wofür sie überhaupt kämpfen“, sagte Koch der Wirtschaftswoche. „Wir reden über 34.000 Arbeitsplätze, da kann ich nicht so tun, als wären Lohnkosten irrelevant für die Ertragsfähigkeit und langfristige Jobsicherung.“

Von Torsten Gellner

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