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Verdi ruft zur Air-Berlin-Demo auf

Kundgebung Verdi ruft zur Air-Berlin-Demo auf

Hunderte Beschäftigte der insolventen Fluggesellschaft Air Berlin wollen am kommenden Mittwoch bei einer Demonstration ihrem Ärger Luft machen. Die Gewerkschaft Verdi ruft die Mitarbeiter dazu auf, die Kundgebung durch das Berliner Regierungsviertel zu unterstützen. Die Beschäftigten fühlten sich „von der Lufthansa und der Politik im Stich gelassen“, heißt es.

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Noch immer bangen viele Beschäftigte der Air Berlin um ihre Zukunft. Mit einer Demonstration in Berlin bitten sie um Hilfe.

Quelle: dpa

Berlin. Hunderte Beschäftigte der insolventen Fluggesellschaft Air Berlin wollen in der kommenden Woche in der Hauptstadt demonstrieren. Auf der Homepage www.airberlin-demo.de rufen die Organisatoren zu der Demonstration am 22. November auf, bei der sie gegen „die aktuellen Vorgänge und ,Machenschaften’ bei der Air Berlin und im Luftverkehr“ protestieren wollen.

Die Gewerkschaft Verdi unterstützt die Kundgebung, die durch das Berliner Regierungsviertel führt. „Die Beschäftigten fühlen sich von der Lufthansa und der Politik im Stich gelassen“, sagt der Sprecher der Vereinigten Dienstleistungsgewerkschaft Verdi in Berlin-Brandenburg, Andreas Splanemann, der MAZ.

Kein Personal dürfe „ausgesiebt“ werden

Nach der Pleite von Air Berlin brauchen tausende Mitarbeiter neue Jobs. Zwar übernimmt die Lufthansa einen Teil der insolventen Fluggesellschaft, auf Gewerkschaftsseite wurde dennoch Kritik an dem Konzern laut. Denn im günstigsten Fall bleiben von den zu Beginn des Insolvenzverfahrens 7000 Beschäftigten mindestens 4400 Mitarbeiter ohne Job. Die Lufthansa-Tochter Eurowings bietet neue Stellen – auf die sich die Air-Berlin-Beschäftigen jedoch neu bewerben müssen. Die Lufthansa habe mit den sogenannten Slots, den auf dem Markt hart umkämpften Landerechten, „das Schnäppchen des Jahrzehnts gemacht“, verzichte aber darauf die Löhne und Arbeitsbedingungen zu übernehmen, so Splanemann. „Das empfinden viele als ungerecht.“

Kein Personal dürfe „ausgesiebt werden“, heißt es in einer Mitteilung der Air-Berlin-Beschäftigten. Mit der Kundgebung in Berlin wolle man auch dagegen demonstrieren, dass Air Berlin die Beschäftigten widerruflich freigestellt habe. Somit würden sie auch kein Lohn oder Arbeitslosengeld erhalten.

Zentrale Kundgebung vor dem Bundeskanzleramt

Die Demonstration am 22. November startet um 13.30 Uhr am Washingtonplatz am Berliner Hauptbahnhof. Der Zug soll entlang der Spree gehen mit einer zentralen Kundgebung vor dem Bundeskanzleramt. Gastredner wird nach Angaben der Organisatoren der Rechtsanwalt und Linken-Politiker Gregor Gysi sein.

Von Diana Bade

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