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Vernetzte Lastwagen fahren im Konvoi nach Rotterdam

Verkehr Vernetzte Lastwagen fahren im Konvoi nach Rotterdam

Zusammen sollen sie sparsamer unterwegs sein und weniger Treibhausgase ausstoßen: Auf einer Sternfahrt nach Rotterdam werben europäische Lkw-Hersteller für das vernetzte und teilautomatisierte Fahren im Konvoi.

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Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt (l) und VW-Vorstand Andres Renschler schauen sich in einem teilautonomen Lastwagen für Autobahnen (Platooning) um.

Quelle: Peter Kneffel

München/Stuttgart. Für den Güterverkehr der Zukunft setzen europäische Lastwagen-Hersteller aufs vernetzte Fahren im Verbund: Am Montag schickten MAN und Daimler Konvois mit elektronisch aneinander gekoppelten Brummis auf die Straße.

Mit einer Sternfahrt nach Rotterdam wollen die Hersteller die Chancen des sogenannten Platooning-Konzeptes ausloten, bei dem die Laster teils per Computer gesteuert werden und in engem Abstand hintereinander fahren.

Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt (CSU) erwartet einen Boom für selbstfahrende Autos und Lastwagen: "Das automatisierte Fahren wird sich ähnlich schnell verbreiten wie Smartphones", sagte Dobrindt beim Startschuss der Aktion in München.

Dank des Platoonings (zu Deutsch etwa: Kolonne fahren) sollen die Fahrzeuge den Windschatten des vorausfahrenden Lasters nutzen, um Sprit zu sparen. Abstand und Richtung der Fahrzeuge werden per W-LAN-Verbindung überwacht. Der sogenannten EU Truck Platooning Challenge der niederländischen EU-Ratspräsidentschaft haben sich auch die Hersteller Scania, Volvo und DAF angeschlossen.

"Wir sehen Platooning als einen sinnvollen Baustein des integrierten Ansatzes, bei dem alle am Straßengüterverkehr Beteiligten zur CO2- und Kraftstoffreduktion beitragen", erklärte Daimlers Nutzfahrzeugvorstand Wolfgang Bernhard in Stuttgart. Das Unternehmen hatte bereits Ende März auf einer Autobahn bei Düsseldorf einen solchen Konvoi präsentiert. Nach Einschätzung von VW-Nutzfahrzeugchef Andreas Renschler ist die Einführung des Platooning bis 2020 "technisch denkbar und machbar".

Auch viele Auffahrunfälle im Güterverkehr könnten nach Einschätzung von MAN vermieden werden. Autofahrer könnten sich so auf weniger Staus auf Deutschlands Autobahnen einstellen. Erste Testläufe zeigten zudem, dass durch die Nutzung des Windschattens Spriteinsparungen von bis zu zehn Prozent möglich sind. Die Ankunft der Brummis ist an diesem Mittwoch im Hafen von Rotterdam geplant.

dpa

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