Menü
Märkische Allgemeine | Ihre Zeitung aus Brandenburg
Anmelden
Wirtschaft Versicherer Axa soll Kunden Beiträge erstatten
Nachrichten Wirtschaft Versicherer Axa soll Kunden Beiträge erstatten
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
02:15 30.09.2017
Ein Kunde wehrte sich erfolgreich gegen die Erhöhung seiner privaten Krankenversicherung. Quelle: imago/Christian Ohde
Anzeige
Potsdam

Der weltweit tätige Versicherer Axa hat vor dem Potsdamer Landgericht eine juristische Niederlage einstecken müssen, die den Konzern Millionen kosten und vielen Privatversicherten Beitrags-Rückzahlungen bescheren könnte. Das Gericht bestätigte in seiner am Mittwoch gefällten Entscheidung ein Urteil des Potsdamer Amtsgerichts vom Oktober 2016. Dies hatte einem Privatversicherten der Axa Recht gegeben, der sich gegen eine Beitragserhöhung gewehrt hatte. Laut Auffassung des Gerichts war der Treuhänder, der die Beitragserhöhung der Versicherung prüft, nicht unabhängig. Das Gericht sprach dem Kunden deswegen rund 1000 Euro plus Zinsen für die Jahre 2012 und 2013 zu.

Die Potsdamer Richter kamen zu dem Schluss, dass das Einkommen des Treuhänders, der seit 15 Jahren für Axa tätig ist, zu ganz erheblichen Teilen von dem Versicherer stammen müsse. Deswegen sei die wirtschaftliche Unabhängigkeit des Prüfers fraglich.

Der Berliner Rechtsanwalt Knut Pilz, der das Urteil erstritten hat, zeigte sich zufrieden. Seine Kanzlei hat sich auf derartige Fälle spezialisiert und geht davon aus, dass das Urteil auch Folgen für andere Privatversicherte habe könnte, wenn deren Treuhänder nicht wirtschaftlich unabhängig sind.

Axa kündigte gegenüber der MAZ den Gang vor das höchste deutsche Gericht an. „Die Axa Krankenversicherung hat keinen Fehler begangen und sich immer konsequent an die gesetzlichen Regelungen gehalten“, teilte Axa mit. Die Finanzaufsicht Bafin hatte dem Versicherer in dem Fall den Rücken gestärkt und darauf in der Juli-Ausgabe des Bafin Journals verwiesen.

Von Torsten Gellner

Audi bereitet seine Werke in Ingolstadt und Neckarsulm für den Bau von Elektroautos vor. Betriebsratschef Peter Mosch begrüßte den Schritt, forderte aber konkrete Modellzusagen: „Spätestens Ende dieses Jahres will die Mannschaft hier Ergebnisse sehen.“

27.09.2017

Teilzeitjobs, ungleiche Bezahlung, keine Vereinbarkeit von Karriere und Familie: Frauen in Deutschland sind mit ihrer beruflichen Situation nicht zufrieden – und fühlen sich oft nicht genug wertgeschätzt.

27.09.2017

Der ICE-Hersteller Siemens hat sich gegen eine Fusion mit dem Hennigsdorfer Zugbauer Bombardier entschieden. Stattdessen will sich Siemens mit dem französischen Konzern Alstom gegen die heftige Konkurrenz aus China wehren. Die Branchenexpertin Maria Leenen sieht Bombardier als Verlierer, der zunehmend unter Druck gerät.

30.09.2017
Anzeige