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Wirtschaft Volkswirte: 2015 nur noch wenig Dynamik auf dem Arbeitsmarkt
Nachrichten Wirtschaft Volkswirte: 2015 nur noch wenig Dynamik auf dem Arbeitsmarkt
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16:20 30.05.2015
Der deutsche Arbeitsmarkt verliert zunehmend an Schwung. Quelle: Sven Hoppe/Illustration
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Nürnberg

Zwar rechneten sie in diesem Jahr weiterhin mit sinkender Arbeitslosigkeit, aber nicht mehr mit dem Tempo wie zum Jahresanfang, berichteten sie in einer Umfrage der Deutschen Presse-Agentur. Bereits vergangene Woche hatte das Nürnberger Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) für die kommenden Monate eine Stagnation prognostiziert.

Für den Mai gehen die Ökonomen von einem Rückgang der Arbeitslosigkeit um rund 80 000 auf 2,763 Millionen Menschen aus. Dies wären rund 120 000 weniger als vor einem Jahr, berichteten die Experten unter Berufung auf eigene Berechnungen. Ähnlich stark war die Mai-Arbeitslosigkeit im Schnitt der vergangenen drei Jahre gesunken. Die offiziellen Arbeitslosenzahlen will die Bundesagentur für Arbeit (BA) am Dienstag (2. Juni) in Nürnberg bekanntgeben.

"Wir gehen weiter davon aus, dass sich die Arbeitslosigkeit leicht reduziert, aber weniger als am Jahresanfang", sagte der Deutsche-Bank-Volkswirt Heiko Peters. Neben der etwas abgeschwächten Konjunktur im ersten Quartal spiele dabei wohl auch der milde Winter eine Rolle. "Dadurch wurde die Arbeitsmarktentwicklung am Jahresanfang positiv überzeichnet", glaubt der Volkswirt. Nach Abzug saisonaler Faktoren wäre die Zahl der Erwerbslosen im Mai nur um 5000 gesunken.

Inzwischen kristallisieren sich nach Beobachtungen der Ökonomen allmählich die Folgen der neuen Mindestlohn-Regelungen heraus. Nach Ansicht von Allianz-Volkswirt Rolf Schneider zeichnet sich inzwischen deutlich ab, dass der Mindestlohn vor allem zum Abbau geringfügiger Beschäftigung - vor allem in Ostdeutschland - geführt hat. Darauf weise nicht nur die Minijob-Statistik hin, sondern auch die seit einigen Monaten stagnierende saisonbereinigte Zahl der Erwerbstätigen. "Wir haben keinen Beschäftigungsaufbau in den letzten drei Monaten gehabt."

dpa

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