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Wirtschaft WLAN-Hotspots in Brandenburg verzögern sich
Nachrichten Wirtschaft WLAN-Hotspots in Brandenburg verzögern sich
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14:57 10.10.2018
1500 freie Internetzugänge plant das Land in den märkischen Gemeinden. Quelle: Martin Schutt/dpa
Potsdam

Brandenburg hat sich einiges vorgenommen, um das Bundesland digital aufzurüsten. Im Frühjahr kündigte der damalige Wirtschaftsminister Albrecht Gerber (SPD) die Ausschreibung für bis zu 1500 WLAN-Hotspots im Land an. In den Gemeinden sollen freie Internetknotenpunkte entstehen, die von jedermann kostenlos genutzt werden können – auf Marktplätzen, vor Stadthallen, an Sehenswürdigkeiten. Doch ähnlich wie beim Breitbandausbau, der wegen bürokratischer Hürden nicht in Gang kommt, hakt nun auch dieses Digitalisierungsprojekt.

Statt bis zu 1500 WLAN-Hotspots soll es nun nur 1200 geben. Außerdem dürfte der anvisierte Zeitplan, wonach die Internetoasen bis zum Sommer 2019 in Betrieb gehen sollen, gerissen werden. Das geht aus einer Antwort des Wirtschaftsministeriums auf eine Anfrage der AfD-Abgeordneten Christina Schade hervor.

Ausbauziel Sommer 2019 ist kaum noch zu halten

Fünf Millionen Euro hat das Land für den Auftrag eingeplant. Zehn Unternehmen hatten Interesse an der Ausschreibung gezeigt, vier wurden schließlich vom Land aufgefordert, konkretere Angebote vorzulegen. Doch offenbar hatte das Ministerium im Vorfeld der Ausschreibung die Messlatte etwas zu hoch gelegt. „Im Rahmen der Ausschreibungsvorbereitung wurden die bis zu 1.500 potentiellen Standorte hinsichtlich der tatsächlichen technischen Realisierbarkeit überprüft. 1.200 Standorte kamen danach in die engere Auswahl“, heißt es. Mit anderen Worten: Das Ministerium hatte einen Plan angekündet, der noch nicht ganz ausgereift war.

Im Juli hätten die Aufträge vergeben werden sollen. Doch das Verfahren läuft jedoch noch immer. Damit gerät der Zeitplan durcheinander. Das anvisierte Ziel Sommer 2019 kann kaum mehr eingehalten werden. Für die Planung und Errichtung der Internetzugänge ist laut Ministerium ein Zeitraum von maximal 14 Monaten angedacht – beginnend nach Erteilung des Zuschlags.

WLAN an touristischen Orten

Laut der Ausschreibung sollen von den 1.200 Hotspots gut 820 Funkstationen auf „definierte touristische Orte“ entfallen. Zum Teil sollen die Freifunknetze auf Landesliegenschaften –also etwa in Behörden –installiert werden, zum Teil in kommunalen Einrichtungen. Wo genau, das steht allerdings noch nicht fest. In Storkow (Märkisch-Oderland) plant die Gemeinde etwa ein WLAN-Netz an der Burg, aber auch in mehreren Ortsteilen. Damit auch kleinere Unternehmen zum Zuge kommen, soll der Auftrag in zwei Lose aufgeteilt werden. Ein Anbieter soll den Norden Brandenburgs, einer der Süden mit örtlichen WLAN-Zugängen versorgen.

Über das freie WLAN sollen Bürger rund um die Uhr anonym und kostenlos surfen können. Zur Bandbreite macht das Land keine Vorgaben. Es soll zur bestmöglichen Verfügbarkeit angeboten werden.

Von Torsten Gellner

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