Volltextsuche über das Angebot:

3 ° / -3 ° Regen

Navigation:
Wachstum im Euroraum schwächt sich ab

Konjunktur Wachstum im Euroraum schwächt sich ab

Die Konjunktur in den 19 Euroländern hat sich im Frühjahresquartal spürbar abgeschwächt. Vor allem die zweit- und drittgrößten Volkswirtschaften des Währungsraums, Frankreich und Italien, enttäuschten.

Voriger Artikel
Inflation steigt im Juli leicht
Nächster Artikel
VW mit schwächeren Verkäufen - Wirbel um "Garantie"

Das Wirtschaftswachsum der Eurozone verliert am Tempo.

Quelle: Jens Kalaene

Luxemburg. Deutschland als stärkste Wirtschaftsmacht überraschte dagegen positiv. Wie sich der Euroraum im zweiten Halbjahr entwickeln wird, gilt angesichts vieler Risiken als schwer absehbar.

Bereits im zweiten Quartal haben sich die Staaten, die den Euro als gemeinsame Währung teilen, nicht mehr ganz so gut geschlagen wie noch zu Jahresbeginn. Nach Zahlen des Statistikamtes Eurostat vom Freitag lag die Wirtschaftsleistung von April bis Juni zwar 0,3 Prozent höher als im ersten Quartal.

Damit bestätigten die Statistiker vorläufige Daten. Im ersten Quartal war die Wirtschaft aber mit 0,6 Prozent noch doppelt so stark gewachsen. Im Vergleich zum Vorjahresquartal betrug das Wachstum im Frühjahr 1,6 Prozent.

Die Wachstumsabschwächung liegt nicht zuletzt an zwei der größten Volkswirtschaften Europas. Sowohl Frankreich als auch Italien kamen im Frühjahr über eine Stagnation nicht hinaus. Die beiden Länder zählen ohnehin zu den Sorgenkindern des Währungsraums: Frankreich wird von Ökonomen häufig seine wenig flexible Wirtschaftsstruktur vorgehalten. Ähnliches gilt für Italien, das zudem unter seinem als anfällig geltenden Bankensystem leidet.

Deutschland hingegen sorgte für eine Überraschung. Zwar wuchs die größte Volkswirtschaft Europas mit 0,4 Prozent merklich schwächer als in den ersten drei Monaten des Jahres. Allerdings hatten Fachleute im Vorfeld eine deutlichere Abschwächung erwartet. Ihnen galt der starke Jahresbeginn als überzeichnet, weil die Bauindustrie von einem milden Winter profitiert hatte. Die Gegenbewegung im zweiten Quartal fiel aber offenbar schwächer aus als vermutet. Dazu profitierte die deutsche Wirtschaft von einem überraschend lebhaften Außenhandel.

Die höchsten Wachstumsraten im Euroraum wiesen im zweiten Quartal aber nicht Deutschland, sondern die Slowakei (0,9 Prozent) sowie Spanien und Zypern (je 0,7 Prozent) aus. Die Wirtschaft des Dauersorgenkinds Griechenland wuchs um 0,3 Prozent, nachdem sie im ersten Quartal noch leicht geschrumpft war. Die fünftgrößte Volkswirtschaft des Euroraums, die Niederlande, präsentierte sich mit plus 0,6 Prozent überraschend stark.

Die Entwicklung in der zweiten Jahreshälfte 2016 gilt unter Volkswirten als schwer prognostizierbar. Vor allem sind die wirtschaftlichen Folgen des Brexit-Votums noch kaum abzusehen. Erste Stimmungsumfragen unter Verbrauchern und Unternehmen deuten jedoch darauf hin, dass weniger das europäische Festland, sondern vielmehr Großbritannien die Folgen zu spüren bekommt. Über den Außenhandel dürfte sich eine schwächere Entwicklung auf der Insel aber auch in Europa auswirken. Neben dem Brexit nennen Analysten zahlreiche weitere Konjunkturrisiken, darunter die anhaltende Terrorgefahr und die politische Entwicklung in der Türkei.

dpa

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Wirtschaft
DAX
Chart
DAX 10.829,00 +1,35%
TecDAX 1.707,50 +0,39%
EUR/USD 1,0717 -0,40%

Quelle: Sponsor Deutsche Bank / Realtime Indikation

Aktien Tops & Flops

DT. BANK 16,78 +8,65%
E.ON 6,42 +4,69%
RWE ST 12,01 +2,42%
MERCK 92,88 -0,63%
HEID. CEMENT 84,14 -0,30%
Henkel VZ 106,70 -0,16%

Wertpapiersuche

Fonds Top Performer 3 Jahre

Fondsname FA Perf. 3J.
Structured Solutio AF 153,16%
Crocodile Capital MF 122,39%
Stabilitas GOLD+RE AF 111,56%
Polar Capital Fund AF 102,45%
Fidelity Funds Glo AF 91,69%

mehr

Wechselkurse interaktiv

Weltkarte

Sollte Rauchen im Auto verboten werden, wenn Kinder dabei sind?