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Wachstumssorgen: IWF mahnt China zu Reformen

Weltwirtschaft Wachstumssorgen: IWF mahnt China zu Reformen

Vieles laufe zwar recht ordentlich in China, bescheinigt der IWF dem Riesenreich. Hinter dem Lob verbirgt sich aber sehr konkrete Kritik. Sorgen bereitet vor allem das weiter schwächelnde Wachstum.

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Für 2016 prognostiziert der IWF China ein Wachstum von 6,6 Prozent nach 6,9 Prozent im Vorjahr. Gründe seien vor allem geringere private Investitionen und eine schwächere Auslandsnachfrage. Foto: Patrick Pleul

Washington. Der Internationale Währungsfonds bescheinigt China wirtschaftliche Fortschritte, mahnt aber in deutlicher Form tiefgehende Reformen an. Sorgen bereitet dem IWF vor allem das sich weiter abschwächende Wachstum.

In seinen am Freitag in Washington vorgelegten Empfehlungen zum Abschluss der Artikel-IV-Konsultationen empfiehlt der IWF Peking nachdrücklich Maßnahmen zu einem ausgeglichenerem, nachhaltigerem Wachstum.

Der IWF lobt China zwar ausdrücklich für eindrucksvolle Fortschritte im Bereich vieler Strukturreformen, namentlich bei einer Liberalisierung der Zinssätze und der Urbanisierung des Landes. Gleichwohl bleibe der wirtschaftliche Wandel komplex, herausfordernd und potenziell holprig.

Für 2016 prognostiziert der IWF China ein Wachstum von 6,6 Prozent nach 6,9 Prozent im Vorjahr. Gründe seien vor allem geringere private Investitionen und eine schwächere Auslandsnachfrage.

Besonderen Wert legt der IWF in seinem an Peking übermittelten Bericht auf eine Reduzierung der Kreditabhängigkeit, auf mehr Investitionen und einen profunden Wandel der staatlich kontrollierten Unternehmen, sprich Privatisierungen.

Die oft unproduktiven Staatsbetriebe gelten auch deswegen als problematisch, weil sie immer höher verschuldet sind und den Banken so erhebliche Probleme bereiten können.

Wörtlich heißt es in dem Bericht: "Eine konsistente, gut koordinierte und klar kommunizierte Politik ist der Schlüssel zu einem sanften, erfolgreichen Wandel, der letztlich der globalen Wirtschaft zu Gute kommen wird."

China müsse seine Finanzstabilität ausbauen, fordert der IWF. Peking solle sich ermuntert fühlen, die Qualität seiner Daten ebenso wertzuschätzen wie die Kommunikation seiner Politik. Dies könne helfen, Unsicherheit zu reduzieren und Marktunsicherheiten in Zaum zu halten.

Die Artikel-IV-Konsultationen finden für alle IWF-Mitglieder einmal im Jahr statt. Sie konzentrieren sich auf den Wechselkurs, die Finanz- und Geldpolitik des Mitglieds, die Zahlungsbilanz, Entwicklungen hinsichtlich der Auslandsverschuldung, den Einfluss der Politiken auf die Zahlungsbilanz, internationale und regionale Auswirkungen der Strukturen sowie mögliche Schwächen.

dpa

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