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Was beim Umstieg auf DVB-T2 zu beachten ist

Fernsehen Was beim Umstieg auf DVB-T2 zu beachten ist

Der Fernsehempfang per Antenne war bisher fast kostenlos, doch das wird sich im kommenden Frühjahr ändern. Die wichtigsten Fragen und Antworten zum Umstieg auf das neue DVB-T2 HD.

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Quelle: Britta Pedersen (Genrefoto)

Potsdam. Rund vier Millionen Menschen in Deutschland sehen fern über Antenne im DVB-T-Standard. Das war eine kostengünstige Alternative zum Empfang über Kabel, Satellit oder Internet – bisher. Denn jetzt kommt DVB-T2 HD.

Was bedeutet DVB-T2 HD?

Das ist das Kürzel für die zweite Generation des digitalen Antennenfernsehens und steht für „Digital Video Broadcasting – Terrestrial“. HD bedeutet „High Definition“ und meint TV-Bilder von großer Schärfe.

Was ist der Unterschied zum DVB-T?

Erstmals werden die Bildsignale per Antenne in superscharfem „Full HD“ gesendet. Das bieten selbst Kabel und Satellit derzeit nicht. 40 statt 25 Programme werden verbreitet.

Brauche ich nun eine neue Antenne?

Nein. Wer bisher schon DVB-T genutzt hat, kann seine Antenne weiter verwenden.

Kann ich meinen DVB-T-Receiver weiter benutzen?

Leider nicht. Drei neue Gerätearten kommen infrage, sie sollten das grüne „DVB-T2 HD“-Logo tragen: Eine einfache Set-Top-Box gibt es ab 30 Euro. Sie kann aber nur unverschlüsselte Programme empfangen, also öffentlich-rechtliche Sender wie Das Erste, ZDF, Arte und Kika. Wer auch Privatsender wie RTL oder Pro Sieben sehen will, braucht einen Receiver mit Einschub für das Modul zur Aufnahme der Freenet-TV-Dekoderkarte. Das Modul muss gesondert für knapp 80 Euro erworben werden. Die Dekoderkarte kostet zudem 69 Euro jährlich. Dann bieten sich TV-Boxen mit eingebautem Entschlüsselungssystem an. Sie tragen das „Freenet TV“-Logo. Modul und Decoderkarte entfallen dort, nicht aber die 69 Euro Jahresgebühr für Privatsender.

Muss ich ein neues TV-Gerät kaufen?

Eigentlich nicht. Eine neue Empfangsbox genügt meist. Sie wird per HDMI-Kabel verbunden. Ältere Fernsehgeräte besitzen allerdings keinen HDMI-Anschluss.

Genügt ein Empfänger pro Haushalt?

Das kommt darauf an, wie viele Fernsehgeräte mit DVB-T2 betrieben werden sollen. Jeder Apparat braucht ein eigenes Empfangsgerät. Die Gebühr für Privatsender würde für jedes TV-Gerät anfallen.

Warum kosten Sender wie RTL und Pro Sieben zusätzlich?

Die Privatsender scheuten die Ausgaben für die neue Technik, die sie – anders als gebührenfinanzierte Sender – selbst erwirtschaften müssen. Daher gibt es HD-Privatsender nur gegen Bezahlung.

Was hat der Internet- und Mobilfunkanbieter Freenet damit zu tun?

Freenet kaufte die Media-Broadcast-Gruppe. Letztere überträgt Radio- und Fernsehprogramme wie das bisherige DVB-T-Angebot. Deshalb wird der neue Sendestandard bei Privatsendern nicht unter dem sperrigen Namen DVB-T2 HD, sondern als „Freenet TV“ vermarktet.

Wann ist mein jetziger DVB-T-Empfänger nur noch Elektroschrott?

DVB-T2 startet im Regelbetrieb am 29. März 2017 und soll bis 2019 ausgeweitet werden, bis die meisten ländlichen Gebiete abgedeckt sind. Wo auf DVB-T2 umgeschaltet wird, ist Schluss mit dem bisherigen DVB-T. Den Parallelbetrieb gibt es nur noch bis zum Regelbetrieb.

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Von Helmuth Klausing

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