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Wirtschaft Waymo darf fahrerlose Taxis auf die Straßen schicken
Nachrichten Wirtschaft Waymo darf fahrerlose Taxis auf die Straßen schicken
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12:37 11.03.2018
Dieses Roboter-Taxis sollten Kunden in Phoenix ab dem Frühjahr ehr nicht zu Gesicht bekommen. Waymo will stattdessen im großen Stil Vans des Modells Chrysler Pacifica durch die Stadt fahren lassen. Quelle: dpa
Mountain View

Der Fahrdienst Waymo hat einen wichtigen Meilenstein erreicht: Als erstes Unternehmen in den USA darf die Alphabet-Tochter fahrerlose Taxis auf die Straßen des US-Staates Arizonas schicken. Das berichtet das Handelsblatt unter Berufung auf die Agentur Bloomberg. Die Lizenz sei bereits Ende Januar erteilt worden.

Kunden soll per App die Taxis bestellen können. Wie hoch die Preise für diesen Service sein sollen, steht allerdings noch nicht fest. Waymo will den Service im Frühjahr für Einwohner der Stadt Phoenix in Arizona einführen. Laut Ruth Porat, die Finanzchefin von Alphabet, will der Fahrdienst aber auch für andere Städte die Erlaubnis einholen, dort seine Roboter-Taxis anbieten zu dürfen.

Chrysler soll beim Flottenausbau helfen

Die Google-Schwester arbeitet fieberhaft daran, seine Fahrzeugflotte auszubauen. Deshalb ging der Chauffeur-Dienst Anfang des Jahres eine Kooperation mit dem Autobauer Chrysler ein. Der soll „Tausende“ Minivans des Modells Chrysler Pacifica liefern. Die genaue Zahl der Fahrzeuge und ein Zeitraum wurden damals nicht genannt. Bisher lieferte der Autobauer 600 Fahrzeuge an die Tochter des Google-Dachkonzerns Alphabet.

Fiat Chrysler und Waymo bauen die Wagen gemeinsam an einem Standort in der Nähe von Detroit um. Für Waymo bedeutet der Ausbau eine erhebliche Investition: Die Umrüstung eines fabrikneuen Autos zu einem Roboterwagen kann nach Informationen aus der Branche locker eine halbe Million Dollar verschlingen. Waymo und Chrysler machten nie Angaben zu den Kosten.

Auch General Motors will 2019 eigene Robotertaxis anbieten

Waymo gilt als besonders weit bei der Roboter-Technologie. Seit der Mutterkonzern Alphabet vor drei Jahren sein autonom fahrendes Ei präsentiert hat, fantasieren Mobilitätsdienstleister wie Uber oder Lyft von solchen Roboter-Taxen und autonomen Mini-Bussen, die den Verkehrskollaps in den Städten verhindern oder zumindest möglichst lange hinauszögern wollen.

Durch die Ambitionen der IT-Giganten ist die Autoindustrie unter Druck geraten. Die Konzerne befürchten, in Abhängigkeit der Datensammler zu geraten. Sie melden mittlerweile eigene Ambitionen an und holen laut Marktbeobachtern im Wettrüsten mit dem Silicon Valley wieder auf. General Motors (GM) hatte 2016 das Roboterwagen-Start-up Cruise Automation gekauft und beantragte Ende Januar beim US-Verkehrsministerium eine Zulassung, um 2019 fahrerlose Autos ohne Lenkrad und Gaspedal auf die Straße bringen zu können.

Sowohl GM als auch das Joint Venture von Waymo und Chrysler sind damit die ersten, die einen Zeitplan für die Kommerzialisierung ihrer Technologie vorlegen.

Von sos/dpa/RND

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