Menü
Märkische Allgemeine | Ihre Zeitung aus Brandenburg
Anmelden
Wirtschaft Wirtschaft: Einbruch der Russland-Exporte bedroht 150 000 Jobs
Nachrichten Wirtschaft Wirtschaft: Einbruch der Russland-Exporte bedroht 150 000 Jobs
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
13:13 26.06.2015
Die Russland-Sanktionen treffen auch die deutsche Wirtschaft. Bis zu 150.000 Jobs könnten gefährdet sein. Quelle: Jens Buettner
Anzeige
Berlin

Die Ausfuhren würden im laufenden Jahr erneut um mehr als 25 Prozent schrumpfen und sich damit im Vergleich zum Rekordjahr 2012 auf nur noch 20 Milliarden Euro halbieren, warnt der Ost-Ausschuss der deutschen Wirtschaft.

"Die aktuellen Zahlen übertreffen selbst unsere schlimmsten Befürchtungen", sagte Ausschuss-Chef Eckhard Cordes in Berlin. Er forderte eine Lockerung der vor einem Jahr verhängten EU-Strafmaßnahmen gegen Moskau: "Wir brauchen den Einstieg in den Ausstieg aus den Sanktionen."

Russland könnte 2015 in der Liste der wichtigsten deutschen Abnehmerländer hinter Länder wie Tschechien und Schweden auf Rang 15 zurückfallen. Die deutschen Unternehmen zahlten in der EU mit Abstand den höchsten Preis der Sanktionspolitik. Betroffen seien vor allem mittelständische Betriebe aus Ostdeutschland.

Cordes zweifelt zunehmend am Sinn der EU-Strategie, Russland wirtschaftlich treffen zu wollen, um mehr Zugeständnisse im Ukraine-Konflikt von Moskau zu bekommen. Andere Länder seien die lachenden Dritten: "Die Wirtschaftsbeziehungen Russlands mit Deutschland und der EU schrumpfen, während sich Russland Partnern wie China, Indien oder Südkorea zuwendet", sagte Cordes.

Trotz der Sanktionen und einer schrumpfenden Wirtschaft habe Russland weiter einen ausgeglichenen Staatshaushalt, Währungsreserven von über 350 Milliarden Dollar und dazu einen mit 150 Milliarden Dollar gefüllten staatlichen Fonds.

Beim Ost-Ausschuss selbst steht bald ein Führungswechsel an. Ex-Metro-Chef Cordes gibt nach fünf Jahren im Herbst sein Amt an der Spitze auf. Nachfolger soll der Chef des Industriegase-Konzerns Linde, Wolfgang Büchele, werden.

dpa

Shanghai (dpa) Chinas Börsen sind noch weiter in den Keller gerutscht. Der wichtige Shanghai Composite Index fiel um 7,4 Prozent auf 4 192,87 Punkte, wohingegen der Shenzhen Component Index sogar um 8,24 Prozent auf 14 398,79 Punkte absackte.

26.06.2015

Im Tarifkonflikt bei der Deutschen Post hat Verdi die Streiks nach eigenen Angaben erneut ausgeweitet. In Nordrhein-Westfalen hätten inzwischen insgesamt 7500 Mitarbeiter die Arbeit niedergelegt, teilte Verdi am Freitagmorgen mit.

26.06.2015

Der kanadische Düngemittelhersteller Potash hat die geplante Übernahme des deutschen Rivalen K+S bestätigt. Potash habe einen vertraulichen Vorschlag über Übernahmeverhandlungen gemacht, teilte das Unternehmen am Freitag mit.

26.06.2015
Anzeige