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09:26 14.03.2018
Christian Amsinck, Hauptgeschäftsführer der Unternehmensverbände Berlin-Brandenburg (UVB) Quelle: dpa
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Berlin

Brandenburg wird in diesem Jahr von der guten Wirtschaftslage und dem anhaltenden Wachstum Berlins besonders nachhaltig profitieren. Das prognostizieren die Unternehmensverbände Berlin-Brandenburg (UVB). Erwartet werden in diesem Jahr rund 17 000 zusätzliche sozialversicherungspflichtige Stellen. Die meisten davon, rund 1900 Stellen, könnten in der Boom-Sparte Logistik und weitere 1600 Stellen im Sozialwesen in Brandenburg entstehen. An die Zuwächse in Berlin, wo rund 52 000 neue Stellen erwartet werden, reicht Brandenburg allerdings nicht heran. Allein 7100 zusätzliche Beschäftigte werden bei Kommunikationsdienstleistungen erwartet.

Ein „echter Job-Motor“ und „Treiber“ für die Region werde die Digitalisierung sein, sagte Hauptgeschäftsführer Christian Amsinck. Es würden zwar in dieser Branche auch Stellen verloren gehen, unter dem Strich gebe es aber Zugewinne. Das Wachstum in der Digitalwirtschaft sei in Berlin in den vergangenen zehn Jahren viermal so stark gewesen wie in den übrigen Branchen. Ein Plus gebe es auch in Brandenburg – vor allem bei Internetplattformen und dem Handel mit Hardware. Die Digitalwirtschaft würde auf die übrigen Unternehmen ausstrahlen, betonte Amsinck.

Als „Wermutstropfen“ bezeichnete er den Fachkräftemangel. Dieses Problem werde sich weiter verschärfen. Es dauere auch immer länger, offene Stellen zu besetzen. Im Schnitt aller Berufe dauerte das in Brandenburg knapp drei Monate. Vor vier Jahren waren es nur 66 Tage. In Berlin dauert die Besetzung einer neuen Stelle indes 108 Tage. Das sind 34 mehr als 2014.

Der Wirtschaftsverband fordert die Landesregierungen beider Länder auf, enger zusammenzuarbeiten. Zuallererst sei ein industriefähiges Breitbandnetz erforderlich, das es noch nicht gebe. Hier sei auch der Bund in der Pflicht, sich stärker zu engagieren, hob Amsinck hervor. Auch die Modernisierung der Verwaltung müsse schneller gehen. „Es geht nicht so voran, wie wir uns das erhoffen.“ Freie Grundstücke werden zu oft für den Wohnungsbau verplant, dabei müssten auch Areale für Industrie und Gewerbe eingeplant werden. Angesichts der vielen Pendler seien überdies mehr Züge und Parkplätze am Stadtrand nötig, damit die Leute in die Bahn umsteigen können. Besser müssten auch Berliner Bezirke und angrenzende brandenburgische Landkreise zusammenarbeiten. Die Kooperation beider Länder sei „noch ausbaufähig“, so der UVB-Chef.

Von Igor Göldner

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