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Wirtschaft Woidke wirbt in China um Großinvestoren für Brandenburg
Nachrichten Wirtschaft Woidke wirbt in China um Großinvestoren für Brandenburg
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00:31 05.06.2015
Dietmar Woidke (2.v.r.) und der Direktor des Hasso-Plattner-Instituts Christoph Meinel (M.) starten mit Partnern in Shanghai eine Online-Bildungsplattform. Quelle: Foto. HPI
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Peking

Brandenburg scheint ein Faible für Regionen im Ausland zu haben, in deren Mitte sich eine Hauptstadt befindet. Mit der Paris umliegenden Region Île de France ist das Bundesland eine Partnerschaft eingegangen, mit der Präfektur Saitama vor den Toren Tokyos pflegt Potsdam gute Kontakte. Nun hat Brandenburg auch einen Partner in China: die Peking umschließende Provinz Hebei.

Am Mittwoch schließt Brandenburgs Ministerpräsident Dietmar Woidke (SPD) offiziell ein Partnerschaftsabkommen mit dem Parteisekretär von Hebei ab. Es soll Brandenburg und die nordostchinesische Provinz wirtschaftlich, im Wissenschaftsbereich und politisch enger zueinander bringen. „Es gibt gemeinsame Schwierigkeiten und gemeinsame Lösungen“, sagte Woidke vor Journalisten in Peking. Große Chancen in der Zusammenarbeit sieht er im Verkehr, in der Energie- und Wasserversorgung und in der Landwirtschaft. „Wir können viel voneinander lernen.“

„Wir wollen an der chinesischen Dynamik teilhaben“

Mit einer 40-köpfigen Wirtschaftsdelegation ist Woidke derzeit auf einer knapp einwöchigen China-Reise. Er ist im Reich der Mitte ein gern gesehener Gast. Der Ministerpräsident führte sowohl Gespräche mit hohen Parteisekretären der Kommunistischen Partei, als auch mit Chinas Vizeaußenminister Chen Guoping. Zudem warb Woidke bei zahlreichen Unternehmern um Investitionen in seinem Bundesland. „Wir wollen an der chinesischen Dynamik teilhaben“, sagte Woidke. Er sehe sich als „Schirmherr und Türöffner“ für Brandenburg.

Seine Halbzeitbilanz kann sich sehen lassen. Knapp ein Dutzend Verträge und Kooperationsabkommen würden im Zuge der Reise vereinbart, sagt Brandenburgs Staatsminister für Wirtschaft und Energie, Hendrik Fischer (SPD). Woidke und Fischer heben den Geschäftsabschluss für ein so genanntes Hybrid-Kraftwerk der Brandenburger Firmen Encon und McPhy hervor. Mit Hilfe der Landesregierung konnten diese beiden Firmen in China den Auftrag für den Bau des neuen Kraftwerkstyps sichern. Die Anlage kann überschüssige Windenergie in Wasserstoff umwandeln, der dann in einem Tank gespeichert und bei Bedarf mit einer Brennstoffzelle wieder in Energie umgewandelt werden kann. Die Zwischenspeicherung ist bei Wind- und Solarenergie das größte Problem.

Besuch bei der Chint Group, die inFrankfurt (Oder) investiert

Woidke machte in Peking keinen Hehl aus seiner Enttäuschung, dass aufgrund fehlender Bundesfördermittel dieses Kraftwerk in Deutschland bislang nicht entstehen konnte. In Brandenburg existieren zwar zwei Kraftwerke als Pilotprojekte – die China-Version wird jedoch acht Mal so groß. „Der Bau dieser Anlage in China wird auch positive Auswirkungen auf Deutschlands Energiewende haben“, ist sich Woidke sicher.

Beim Besuch der Hightech-Metropole Hangzhou besuchte Woidke den Vorstandschef der Chint Group. Der chinesische Großinvestor hatte vor zwei Jahren die insolvente Solarfirma Conergy in Frankfurt (Oder) übernommen und in Astronergy umbenannt. 270 Arbeitsplätze konnte er damit sichern. Woidke sieht noch mehr Potenzial für chinesisches Geld in Brandenburg.

Von Felix Lee

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