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Wirtschaft Zu niedrig: Monsanto lehnt Bayer-Übernahmeangebot ab
Nachrichten Wirtschaft Zu niedrig: Monsanto lehnt Bayer-Übernahmeangebot ab
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19:28 24.05.2016
Zuchtstationj von Monsanto in der südindischen Staqdt Bangalore. Foto: Jagadeesh Nv/Archiv
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St. Louis/Leverkusen

Bayer muss bei seiner geplanten Milliardenübernahme des umstrittenen US-Agrarchemiekonzern Monsanto nachbessern. Monsanto lehnt das bisherige Angebot von Bayer in Höhe von 55 Milliarden Euro als finanziell unzureichend ab.

Das Management habe sich einstimmig zur Ablehnung der Offerte entschieden, sei aber offen für konstruktive Gespräche, teilte der Konzern mit.

Monsanto-Chef Hugh Grant sagte der Mitteilung zufolge, eine "integrierte Strategie" könne erhebliche Vorteile haben. Allerdings bewerte das derzeitige Angebot von Bayer Monsanto als deutlich zu niedrig. Der Verwaltungsrat habe keinen Zeitplan für weitere Gespräche mit Bayer vorgegeben.

Am Montag war bekanntgeworden, dass der Pharma- und Pflanzenschutzriese Bayer Monsanto für umgerechnet mehr als 55 Milliarden Euro übernehmen will. Es wäre eine der teuersten Übernahmen der deutschen Wirtschaftsgeschichte. Der Dax-Konzern bietet je Monsanto-Aktie 122 US-Dollar in bar - insgesamt 62 Milliarden Dollar.

Monsanto steht in Europa seit Jahren wegen seiner gentechnisch veränderten Produkte in der Kritik. Zudem wird seit langem über mögliche gesundheitsschädliche Auswirkungen des Wirkstoffs Glyphosat diskutiert, den Monsanto in seinem weltweit verbreiteten Unkrautvernichter "Roundup" benutzt. Bayer hält die Image-Probleme indes für beherrschbar.

Bayer will mit der Übernahme zum weltgrößten Agrarchemie-Hersteller aufsteigen. Vorstandschef Werner Baumann hatte trotz der Vorbehalte von Aktionären seine Pläne verteidigt. Die Agrarindustrie stehe angesichts der schnell wachsenden Weltbevölkerung und der globalen Erwärmung vor gigantischen Herausforderungen. Durch die Kombination ihrer Fähigkeiten könnten Bayer und Monsanto hier wegweisende Antworten geben. Davon würden die Landwirtschaft, aber auch die eigenen Aktionäre profitieren.

dpa

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