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Wirtschaft Bauen für den Staat? Nein danke!
Nachrichten Wirtschaft Bauen für den Staat? Nein danke!
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20:50 09.07.2018
Die Bauunternehmen haben derzeit volle Auftragsbücher. Quelle: dpa
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Berlin

 Zu viel Bürokratie, zu lange Verwaltungsverfahren, zu hoher Preisdruck: Die Bauunternehmen in der Region halten öffentliche Aufträge für den sozialen Wohnungsbau und den Straßenbau für wenig attraktiv. Nur 63 Prozent der Brandenburger Firmen bewerben sich noch auf die einst als lukrativ geltenden Aufträge der öffentlichen Hand. In Berlin ist der Bürokratiefrust noch größer: Nur 57 Prozent der Bau-Unternehmen beteiligen sich an öffentlichen Ausschreibungen. Das ergab eine Umfrage der Fachgemeinschaft Bau Berlin-Brandenburg.

Vor allem der bürokratische Aufwand schrecke viele Firmen ab. Außerdem würden teilweise keine auskömmlichen Preise beim öffentlichen Bauen erzielt, hieß es. Die abgerufenen Priese hinkten der Realität weit hinterher.

„Wir brauchen leistungsfähige Behörden mit schlanken Strukturen, eindeutigen Zuständigkeiten und effektiven Verwaltungsprozessen – ob bei Vergabe oder Genehmigungen“, sagte Klaus-Dieter Müller, Präsident der FG Bau am Montag in Berlin. Der Verband hat rund 900 Mitgliedsbetriebe, zumeist aus dem Mittelstand. Damit drohen bei der Umsetzung der Infrastrukturprogramme in Brandenburg und Berlin Verzögerungen.

Allerdings ist die Branche auf öffentliche Aufträge auch nicht unbedingt angewiesen. Die Auslastungsquote ist hoch. 95 Prozent der befragten Mitgliedsunternehmen schätzen ihre Geschäftslage als gut bis befriedigend ein. Mehr als jedes zweite Unternehmen geht sogar von einer steigenden Auftragslage aus. „Es ist ein ausgesprochen gutes Stimmungsbild in Berlin und Brandenburg. Dem Bau geht es ganz gut. Wir stöhnen einmal nicht“, sagte Müller.

Von Torsten Gellner

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