Menü
Märkische Allgemeine | Ihre Zeitung aus Brandenburg
Anmelden
Wissen Bunter als jedes Osterei: Forscher schaffen Regenbogen-Fisch
Nachrichten Wissen Bunter als jedes Osterei: Forscher schaffen Regenbogen-Fisch
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
17:03 21.03.2016
Jede einzelne Hautzelle eines Zebrafisches leuchtet unter dem Mikroskop in einer anderen Farbe, insgesamt gibt es mehr als 70 klar unterscheidbare Farben. Quelle: Chen-Hui Chen/Duke University
Durham

Einen Fisch mit schier unglaublicher Farbenpracht haben Forscher in den USA mit gentechnischen Methoden geschaffen. Jede einzelne Hautzelle des Tieres leuchtet in einer anderen Farbe - unter dem Mikroskop betrachtet reihen sich Hunderte bunte Tupfen aneinander.

Der Effekt reiche bis in die kleinste Flossenspitze, berichtet das Team im Fachjournal "Developmental Cell". Geschaffen wurde das faszinierende Geschöpf mit wissenschaftlicher Zielsetzung: An ihm soll sich leichter verfolgen lassen, wie Hunderte einzelne Zellen bei einer Verletzung zusammenwirken, um die Haut heilen zu lassen.

Mit der Färbung habe jede Zelle eine Art Barcode und könne so über Tage und Wochen beobachtet werden, erklären die Wissenschaftler um Chen-Hui Chen und Kenneth Poss von der Duke University in Durham (US-Staat North Carolina). "Bevor wir Geweberegeneration vollständig verstehen können, müssen wir in der Lage sein zu verfolgen, was jede einzelne Zelle tut", erklärt Poss.

Die verwendete Methode - "Skinbow" genannt - sei ein Wegbereiter dafür, in einem einzigen Schritt Hunderte oder sogar Tausende Zellen in einem regenerierenden Gewebe sichtbar zu machen.

Die Hautzellen der "Skinbow"-Zebrafische bilden nach dem Zufallsprinzip verschiedene Gemische roter, grüner und blauer fluoreszierender Proteine, schreiben die Forscher. Auf diese Weise entstünden mehr als 70 klar unterscheidbare Farbtöne - genug, um eine identische Nuance benachbarter Zellen sehr unwahrscheinlich zu machen. "Die Farben werden nur in der äußersten Hautschicht gebildet und bleiben während der gesamten Lebenszeit der jeweiligen Zelle erhalten."

Das Team schuf nicht nur den Fisch, sondern entwickelte auch Software zur Auswertung von Bilderserien. Für jede einzelne Zelle der beobachteten Stelle könne so eine eigene Biografie geschrieben werden, erläutern die Forscher. Bewegungen seien darin erfasst, Größen- und Formveränderungen und andere Reaktionen auf eine Hautverletzung. Ursprünglich wurde die Technik demnach dafür entwickelt, einzelne Neuronen im Gehirn einzufärben ("Brainbow"). Für ausgefeiltere Beobachtungsmöglichkeiten soll das System nun noch weiter ergänzt und mit anderen bildgebenden Techniken kombiniert werden.

dpa

New York (dpa) - Fossilien und Abdrücke unter anderem aus Bayern und Hessen sind in einer Ausstellung des renommierten New Yorker Naturkundemuseums zu sehen. Ab Montag sit die Ausstellung "Dinosaurs Among Us" im American Museum of Natural History zu sehen.

20.03.2016

Der Erde steht ein ungewöhnliches Spektakel bevor: Gleich zwei Kometen fliegen zu Wochenbeginn kurz nacheinander an unserem Planeten vorbei. Nach Einschätzung der US-Weltraumbehörde Nasa könnte es sich um eine Art Zwillinge, Teile eines einst größeren Kometen, handeln.

20.03.2016

Im Fall des toten Lassa-Patienten aus Köln hatten Experten die Gefahr einer Ansteckung für gering gehalten. Nun werden in Düsseldorf zwei Infizierte behandelt - doch die Uniklinik hat Entwarnung gegeben.

19.03.2016