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06:25 20.03.2017
Messung des Augeninnendrucks. Quelle: BVA
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Potsdam

Die Brille macht Schule. Fast zwei Drittel der erwachsenen Bundesbürger ist heutzutage auf die Sehhilfe angewiesen. 1953 lag dieser Anteil bei lediglich 43 Prozent. Nach Einschätzung des Kuratoriums Gutes Sehen (KGS) hat dieser Anstieg mehrere Ursachen. So erfordere zum Beispiel die immer häufiger werdende Arbeit an Bildschirmen ein präzises Sehen. Und auch das vielfältige Angebot sowie der Tragekomfort von Brillen sorge wohl für eine gewisse Nachfrage.

Dass die Augen womöglich eine Brille brauchen, merken die Betroffenen nicht erst daran, dass sie plötzlich unscharf sehen. Häufig würden auch schon Kopfschmerzen auf eine nachlassende Sehfähigkeit hinweisen, so das KGS. Wenn sich das Auge ständig anstrengen muss, um die Bilder scharf zu stellen, entstehen Kopfschmerzen. Das könne laut KGS zum Beispiel ein dumpfer Druck hinter den Augen sein oder auch ein rhythmisches Pochen in der Schläfe oder ein leichtes Hämmern unter der Schädeldecke.

Mit einem Check beim Augenarzt lässt sich schnell klären, ob womöglich eine Fehlsichtigkeit hinter den Kopfschmerzen steckt. Das KGS – eine Initiative, die seit 1949 Aufklärungsarbeit in Sachen „gutes Sehen“ leistet – rät ohnehin dazu, ab dem 40. Lebensjahr die Augen alle zwei Jahre prüfen zu lassen. Einen ersten Anhaltspunkt können auch schon Online Seh-Checks geben, die auf der Internetseite des KGS angeboten werden (www.seh-check.de). Zeigen sich hier Auffälligkeiten, sollte ein Augenarzt oder Augenoptiker für einen professionellen Test besucht werden.

Auf der Internetseite des Berufsverbandes der Augenärzte Deutschlands e.V. (BVA) wird direkt gefragt: „Unser Auto schicken wir alle zwei Jahre zum TÜV. Und wie sieht es mit der Kontrolle unserer Augen aus?“ Die BVA-Experten raten ebenfalls zu regelmäßigen Kontrollen. Der Berufsverband verweist darauf, dass bereits jeder Zweite von den 52- bis 64-Jährigen in Deutschland unter Grauem Star – einer Trübung der Augenlinse – leidet. Doch meist wissen sie gar nichts von der Erkrankung. Um schwere Krankheiten rechtzeitig erkennen zu können, wird sogar zu einem jährlichen Check geraten. Denn bei frühzeitiger Diagnose lassen sich altersbedingte Krankheiten wie das Glaukom und die Makuladegeneration gut behandeln.

Beim Glaukom – die Krankheit ist auch als Grüner Star bekannt – ist der Sehnervenkopf geschädigt. Teile des Gesichtsfeldes fallen einfach aus. Das wird von den Betroffenen anfangs gar nicht gemerkt. Um dieser Erkrankung auf die Schliche zu kommen, misst der Arzt den Augeninnendruck – der häufig erhöht ist – und untersucht den Sehnervenkopf.

Bei der Makuladegeneration wird die Netzhaut im hinteren Bereich des Auges – an der Makula – angegriffen. Bei dieser Krankheit nimmt die Sehleistung im zentralen Gesichtsfeld ab.

Doch auch schon für Kinder in sehr jungen Jahren empfehlen Augenärzte einen Check. Im Alter von zweieinhalb bis dreieinhalb Jahren sollten Kinder, bei denen es eigentlich keine Auffälligkeiten gibt, auf ein eventuelles kleinwinkliges Schielen oder auf optische Brechungsfehler hin untersucht werden.

Sofort sollte der Arzt aufgesucht werden, wenn sich an den Augen eines Kindes Auffälligkeiten zeigen oder auch wenn das Kind besonders tollpatschig ist und der Verdacht aufkommt, dass es vielleicht nicht richtig sieht.

Das Augenlicht sollte nicht leichtfertig aufs Spiel gesetzt werden. Der Berufsverband der Augenärzte Deutschlands hat eine Checkliste zusammengestellt mit den Fällen, bei denen sofort ein Arztbesuch angesagt ist – bei Jung und Alt:

Checkliste

Eine plötzliche Sehverschlechterung tritt ein, die nicht innerhalb von einer Stunde wieder zurückgeht.

Das Sehvermögen geht plötzlich verloren.

Starke Augenschmerzen treten los.

Lichtblitze oder farbige Ringe um Lichtquellen werden wahrgenommen.

Das Wahrnehmen von sogenanntem Rußregen: Das sind schwarze Flocken, die von oben nach untern durch das Gesichtsfeld rieseln.

Ein Fremdkörper ist ins Auge geraten.

Das Auge hat Verätzungen und Verbrennungen erlitten.

Das Auge wurde verletzt durch Schnitt, Stoß oder Schlag.

Doppeltsehen tritt plötzlich auf.

Von Ute Sommer

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