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16:00 11.03.2019
Der Rasen ist nach dem Winter stark beansprucht und benötigt im Frühjahr eine Schönheitskur. Quelle: dpa-tmn
Hannover

Kaum lässt sich die Sonne wieder etwas häufiger am Himmel blicken und muss nicht mehr mit Frost gerechnet werden, ist der richtige Zeitpunkt gekommen, der Grünfläche im Freiluftreich ein Rundumpflegeprogramm zu gönnen. Und das beginnt zunächst mit dem Einsatz des Rasenmähers: Eingestellt auf die niedrigste Stufe, wird die Fläche gemäht – so erhält man den optimalen Überblick über den Zustand des „Gartenteppichs“. Häufig ist der Rasen nämlich etwas angeschlagen aus der Winterruhe gekommen. Die Gräser muten statt sattgrün eher gelblich an, wirken mager und kränklich. Vor allem in den schattigen Bereichen haben sich Moos und Unkraut breitgemacht und behindern die Nährstoffversorgung der Graswurzeln.

Vertikutieren: Ran an den Filz

Ganz klar: Der Rasenfilz muss weg. Abhilfe schafft das sogenannte Vertikutieren, das Moos und Co. beseitigt. Ist die Fläche, der zu Leibe gerückt werden muss, eher klein, lässt sich unerwünschter grüner Wildwuchs mit ein wenig körperlichem Einsatz entfernen. Mit einer Metallharke wird die Rasenfläche ohne Druck bearbeitet. Die Prozedur lässt übrig gebliebenes Laub und Zweige verschwinden. Außerdem lockern sich Moospolster, und abgestorbene Grashalme werden schließlich einfach rausgekratzt. So werden Wachstum und Wiederergrünen des Rasens effektiv gefördert.

Für größere Rasenflächen eignen sich elektrische Vertikutierer, die auch im Baumarkt ausgeliehen werden können. Ausgestattet mit scharfen Messern, ritzen sie die Grasnarbe senkrecht ein. Weil jedoch zu tiefes Vertikutieren die Rasenwurzeln beschädigen und zudem das Gerät kaputt machen kann, sollten Gärtner unbedingt darauf achten, dass die Messer den Boden nur leicht berühren und ihn maximal drei Millimeter tief einritzen. Dabei sollte die Fläche zunächst einmal gleichmäßig der Länge nach, anschließend ein weiteres Mal quer bearbeitet werden. Hat das Gerät keinen Auffangbeutel, muss der Rasenfilz nach der eigentlichen Behandlung per Hand aufgesammelt werden.

Frische Rasensamen: Keine Billigsaat für kahle Stellen

Kahle Stellen sollten anschließend mit frischen Rasensamen aufgefüllt werden. Dafür eignen sich am besten zertifizierte Regel-Saat-Mischungen (erkennbar am Qualitätsgütesiegel RSM). Im Supermarktregal stehen bleiben sollten vor allem günstige Discounter-Gräsermischungen. Die bestehen meist nämlich nur aus Futtergräsern aus der Landwirtschaft. Zwar wachsen diese deutlich schneller als speziell gezüchtete Rasengrassorten, jedoch kaum in die Breite. In der Grasnarbe bleiben also ausreichend Lücken, in denen sich Moos und Unkraut am Ende wieder ausgiebig breitmachen können. Tipp: Hobbygärtner, die wenig geübt in Sachen Handaussaat sind, sollten bei der Aussaat lieber auf einen Streuwagen zurückgreifen. Er sorgt dafür, dass die federleichten Samen gleichmäßig und lückenlos auf der gesamten Fläche verteilt werden.

Schön wie englischer Rasen

Das ist der Traum vieler Gartenbesitzer: ein englischer Rasen. Damit ist keine besondere Rasensorte gemeint – der Ausdruck steht vielmehr für eine Fläche, die besonders dicht bewachsen, frisch und grün ist. Die Briten gehörten zu den Ersten, die große Flächen mit Rasen anlegten. Schon im 17. und 18. Jahrhundert fand man auf der Insel großzügige Areale in sattem Grün, vor allem auf den Landsitzen des Adels. In anderen Teilen Europas eiferten Gärtner diesem Ideal eifrig nach.

Das Wetter sorgt dafür, dass der „grüne Teppich“ in Großbritannien besonders gut gedeiht. Häufige Niederschläge, milde Temperaturen in den Wintermonaten und nur kurze Perioden, in denen es überhaupt nicht regnet, sind optimale Voraussetzungen für den englischen Rasen.

Dünger:Kompost aktiviert Bodenleben

Um grundsätzlich die Bodenaktivitäten im Garten zu verbessern, sollte zudem eine dünne Schicht fein gesiebter Kompost mit einer Harke leicht auf dem Grün verteilt werden. Der natürliche Dünger bringt gleich drei Vorteile mit: Einerseits schützt er das frische Saatgut vor gefräßigen Vögeln, andererseits aktiviert er das Bodenleben unter der Grasnarbe. Zudem verhindert die frühjährliche Nährstoffgabe, dass sich künftig wieder Moos im Rasen breitmacht.

Rasenfläche wässern: Ausgebesserte Stellen gründlich gießen

Ehe sich Gartenfreunde nun zurücklehnen und sich auf die kommende schöne und sattgrüne Pracht in ihrem privaten Reich freuen können, steht noch ein letzter Arbeitsschritt an: das Wässern der renovierten Rasenfläche. Mit einem Regner wird die Fläche, vor allem aber die ausgebesserten Stellen, gründlich gewässert. So erhalten die neuen Samen einen optimalen Bodenschluss und fangen schneller an zu keimen.

Staunässe vermeiden: Rasen atmen lassen

Und noch ein Tipp für üppiges Teppichgrün: Gerade an besonders belasteten Stellen im Rasen, beispielsweise durch häufiges Laufen und Spielen, verdichtet sich nach und nach die obere Bodenschicht. Ärgerliche Folge: Auf der Fläche sammelt sich Wasser, das längere Zeit stehen bleibt, schließlich zu Staunässe und eingeschränktem Wurzelwachstum führt. Um drohende Rasenschäden zu vermeiden, setzen erfahrene Gärtner auf Belüftung.

Anders als beim Vertikutieren wird beim sogenannten Aerifizieren des Rasens im Wurzelbereich „geackert“. Dazu wird mit einer Grabegabel Meter für Meter in den verdichteten Boden gestochen, die metallenen Zinken der Gabel mehrfach hin und her bewegt. Das versorgt den Boden mit Sauerstoff, lässt Wasser besser versickern und bricht oberflächliche Verdichtung auf. Bei stark genutzten Rasenflächen und lehmigem Boden sollte das Belüften übrigens zur regelmäßigen Rasenpflege gehören und idealerweise alle ein bis zwei Monate wiederholt werden.

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