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Wissen Geminiden Livestream: So sehen Sie heute den Sternschnuppen-Schauer
Nachrichten Wissen Geminiden Livestream: So sehen Sie heute den Sternschnuppen-Schauer
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19:52 14.12.2018
Eine Sternschnuppe leuchtet am Nachthimmel über Halle/Saale (Sachsen-Anhalt) auf. Quelle: Hendrik Schmidt/dpa
Hannover

Es bleibt nur ein kurzer Augenblick, um einen Wunsch zu formulieren. Ein Aufleuchten, etwas Schweif, dann ist die Sternschnuppe verglüht – adé. Doch im Dezember gibt es für Wünsche reichlich Chancen: Die Geminiden, der größte und hellste Meteorschauer des Jahres, versprechen in der Nacht zu Samstag ein fulminantes Schauspiel am Nachthimmel.

Dann flammen bis zu 120 Lichtblitze pro Stunde auf. Die besten Beobachtungsbedingungen gibt es rund um Mitternacht an einem dunklen Ort außerhalb der City.

Wann kann man die Sternschnuppen im Dezember sehen?

Schon jetzt ist es möglich, die eine oder andere Sternschnuppe zu entdecken. Ihren Höhepunkt haben die Geminiden allerdings in der Nacht vom 14. auf den 15.Dezember 2018. Sowohl am Morgen- als auch Abendhimmel stehen die Chancen auf bis zu 120 Sternschnuppen pro Stunde gut.

Geminiden Livestream: Meteorschauer auf YouTube verfolgen

Wer keine Möglichkeit hat, die Geminiden direkt am Himmel zu beobachten, kann stattdessen auch einen Livestream der Sternschnuppen auf YouTube verfolgen. Zwar gibt es zahlreiche Streams, besonders gute Ergebnisse soll es laut GoogleWatchBlog aber vom Teide Observatorium auf Teneriffa geben.

Der Sternschnuppen-Stream startet um 23.30 Uhr und wird voraussichtlich die ganze Nacht dauern. Hier geht es zum Geminiden-Livestream.

Wetter am Freitag: Kann man die Geminiden 2018 erkennen?

In der Nacht zum Samstag ist mit einigen Schneeschauern zu rechnen, dazwischen gibt es aber immer wieder Chancen auf klare Abschnitte. Die besten Beobachtungsmöglichkeiten der Geminiden bietet das Wetter in der Nacht zu Sonntag, so der DWD-Meteorologe Florian Bilgeri im Gespräch mit dem Focus.

Woher kommen die Geminiden 2018?

Wie sie pünktlich zu dem Ereignis mitteilen, haben Forscher des Deutschen Luft- und Raumfahrtzentrums (DLR) nun den Ursprung der nach der Sternkonstellation der Zwillinge (Gemini) benannten Meteorstroms geklärt. Demnach handelt es sich dabei um die kosmische Spur des erdnahen Asteroiden Phaeton. „Phaeton stand als Quellkörper immer mal wieder in der Diskussion, es fehlte letztendlich aber noch eine überzeugende Erklärung, wie dieser Asteroid einen Meteorstrom hervorbringen kann“, sagt Prof. Tilman Spohn vom DLR-Institut für Planetenforschung und Co-Autor der Veröffentlichung.

So entstanden die Geminiden: Staub vom Asteroiden Phaeton

Dazu muss man wissen, dass es sich bei Sternschnuppen – Fachleute nennen sie Meteore – in Wirklichkeit zumeist um winzige Staubteilchen zumeist eines Kometen handelt, die verglühen, wenn sie auf die Erdatmosphäre treffen. Der 1983 entdeckte Phaeton gehört allerdings zur Gruppe der Apollo-Asteroiden und zieht auf einem stark elliptischen Orbit fast dieselbe Bahn um die Sonne wie die Geminiden.

Asteroiden bestehen im Gegensatz zu Kometen in der Regel hauptsächlich aus festen Stoffen und lassen somit keine flüchtigen Stoffe an ihrer Oberfläche ausgasen. Dennoch sei bei dem fast kugelförmigen Phaeton in regelmäßigen Abständen in seinem Perihel – also dem sonnennächsten Punkt – ein Staubschweif zu beobachten, wie die Forscher festgestellt haben. Sie führen dies darauf zurück, dass es Eis unter der Oberfläche von Phaeton gibt. Sobald sich der Asteroid in der Nähe der Sonne befindet, verdampft das Eis und erzeugt Gasausbrüche. Diese setzen auch größere Partikel mit frei: der Ursprung der Geminiden.

120.000 Kilometer pro Stunde

Auf ihrer Umlaufbahn um die Sonne begegnet die Erde immer wieder den gleichen Kometenspuren, daher treten viele Meteorschwärme periodisch zum gleichen Datum auf: Neben den Geminiden sind die Lyriden (April), die Perseiden (August) und die Leoniden (November) die am besten zu beobachtenden.

Die Geminidenpartikel treffen die Atmosphäre der Erde mit einer hohen Relativgeschwindigkeit von rund 120.000 Kilometern pro Stunde. Damit sind sie viel „langsamere“ Sternschnuppen, als etwa die sommerlichen Perseiden (ausgesprochen: Per-se-iden) und bieten daher ein noch fulminanteres Schauspiel.

Besonders interessant sind die kommenden Nächte auch für Kometenfreunde: „Wirtanen“ ist im Südosten als verwaschener Fleck mit bloßem Auge zu sehen – er ist seit drei Jahren der erste Komet, der so hell leuchtet. Vorausgesetzt, der Nachthimmel ist nicht bewölkt.

Weitere Sternschnuppen im Dezember: Die Ursiden

Ebenfalls im Dezember 2018 werden die Ursiden erwartet, ein weiterer Sternschnuppenschwarm. Ihr Maximum erreichen die Ursiden in der Nacht vom 22. Dezember 2018 zum 23. Dezember 2018.

Von Sonja Fröhlich/RND

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